Jubilare haben wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen. IG Metall ehrt 620 Mitglieder im Saalbau
„Keiner unserer Erfolge wurde uns geschenkt. Wir mußten oft hart darum kämpfen. Ihr - die Jubilare - habt mit dafür gestritten.“
Mit diesen Worten eröffnete Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, die Jubilarehrung 2009. Die Veranstaltung fand am 10. Oktober im Homburger Kulturzentrum Saalbau statt. Unter den 620 Jubilaren fanden sich 22, die für 60 Jahre Mitgliedschaft, 53 Jubilare für 50, 200 für 40 und 345, die für 25-jahriges Jubiläum geehrt wurden.
Von Lifestyle bis Hatecrime
Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum
Mit der Veranstaltung "Von LifeStyle bis Hate-Crime Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum" trägt das BIFOR aktuellen Entwicklungen im rechtsradikalen Lager Rechnung:
Während das Bild des rechtsradikalen Skinheads zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet, taucht andererseits eine wahre Flut neuer Kleidungsstile und Symboliken der politischen Rechten auf. Die Folge ist, dass Rechtradikale in vielen Fällen nicht mehr als solche erkennbar sind. Selbst Profis aus der Jugendarbeit sind zunehmend mit dem Problem konfrontiert, die Selbstetikettierungen der Jugendlichen zu verwechseln. Gerade die dynamische Veränderung der Kommunikationsmittel Kleidung und Symbole gibt jedoch Auskunft über weitergehende gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Wer dem "neuen Rechtsradikalismus" mit Gegenstrategien erfolgreich entgegen treten will, muss deshalb dessen Symbolik durchschauen.
Veranstaltung: Von Lifestyle bis Hatecrime 17. Nov. 2009 – 19:00Uhr - Zweibrücken – Volkshochschule (vhs)
Besetzungen, Streiks und demnächst Blockaden – Forderungen aber noch unerfüllt
Der Bildungsstreik ist ein bundesweiter Protest gegen aktuelle Missstände und strukturelle Probleme unseres Bildungssystems.
In den kommenden Wochen und Monaten werden StudentInnen, SchülerInnen und Auszubildende mit vielfältigen Aktionsformen ihren Protest zum Ausdruck bringen und Alternativen zur aktuellen Bildungspolitik aufzeigen. Sie werden Bildungseinrichtungen bestreiken, da es ihnen unverantwortlich erscheint, weiter in der derzeitigen Form zu lernen. Wir werden sie dabei unterstützen, denn Bildung geht alle an.
Termine: 17. November 2009: Bundesweit dezentrale • Bildungsstreik – Demonstrationen von Studierenden, SchülerInnen, Auszubildenden und anderen gesellschaftlichen Gruppen 24. November: Demo zur Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig 30. November – 6. Dezember: Aktionswoche • mit inhaltlichen Veranstaltungen und regionalen Bildungsgipfeln 10. Dezember: Blockade und Demo anlässlich • der Kultusministerkonferenz in Bonn.
Mahnwache für die Opfer von Nationalsozialismus und Rechter Gewalt - Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus!
| 2009-11-13
Braune Horden wollen die Geschichte missbrauchen
Am Samstag, den 14. November, findet von 10:00 bis 12:30 Uhr in der Zweibrücker Hauptstraße, Nähe Alexandersplatz, eine Mahnwache für die Opfer von Nationalsozialismus und Rechter Gewalt statt.
Sie ist eine Reaktion auf das "Heldengedenken" des "Nationalen Widerstands", das für 11:00Uhr auf dem Schlossplatz angemeldet ist. Statt sich mit der unheilvollen Geschichte des Nationalsozialismus auseinander zu setzen, beleben die Neonazis hier den Mythos von heldenhaften Soldaten und von Opfer und Selbstaufopferung neu. Denn zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie ist die Selbstdarstellung als friedliebende Gemeinschaft, die sich gegen Bedrohung und Angriff von außen zur Wehr hätte setzen müssen und der ein Krieg aufgezwungen worden sei. Das "Heldengedenken" bezieht diejenigen ausdrücklich ein, die am Vernichtungsfeldzug in Osteuropa und an den unzähligen Verbrechen der Wehrmacht beteiligt waren und stilisiert somit Täter zu Opfern.
Bei der Mahnwache des Bunten Zweibrücken werden Namen und Schicksale von Menschen dargestellt, die im Nationalsozialismus verfolgt und vernichtet wurden oder die in jüngerer Zeit Opfer rechtsextremer Gewalt geworden sind.
WDI in Schieflage. Kolleginnen und Kollegen fragen sich besorgt:
Wie geht’s weiter?
| 2009-11-04
Gesamtbetriebsrat verhandelt Restrukturierungspläne mit Unternehmensleitung und kämpft um eine Standort- und Beschäftigungssicherung.
Das Unternehmen ist durch gravierende Auftragseinbrüche in einer gefährlichen Schieflage. Die aktuelle Wirtschaftskrise verschärft die Situation. Dem Gesamtbetriebsrat (GBR) wurde ein Restrukturierungskonzept und Refinanzierungsprogramm vorgelegt. Ausgearbeitet von der Unternehmensberatung „Roland Berger“, sieht dieses einen gravierenden Arbeitsplatzabbau und Standortschließungen vor. Zusätzlich sollen die Beschäftigten auf tarifvertragliche Leistungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten.
Zur Überprüfung der Unternehmenspläne hat der GBR einstimmig und unter Beteiligung aller Standorte beschlossen, das INFO-Institut Köln mit der Überprüfung des Restrukturierungskonzepts und der beantragten Tarifabweichung zu beauftragen.
Das INFO-Institut legte dem GBR ein Gutachten vor, auf dessen Grundlage Gespräche mit der Geschäftsleitung aufgenommen wurden. Zwar befände sich das Unternehmen aufgrund der aktuellen Auftragseinbrüche in einer schwierigen Situation, aber bereits ab 2010 rechne die Unternehmensgruppe wieder mit einer positiven Entwicklung.
Letzter Ausweg Insolvenz - Wie Arbeitnehmer für die Krise bezahlen
| 2009-10-26
Reportage: ARD-exclusiv (SR) am Sonntag, 8.11.2009, 13.15-13.45 h
„Insolvenz? Kein Problem! Man ist seine Schulden los, und der Betrieb läuft weiter.“ So oder so ähnlich klingt es, wenn Politiker dazu raten, Betriebe in die Pleite gehen zu lassen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Denn bei einer Insolvenz verlieren die Gläubiger oft ihr gesamtes Geld. Und auch die Mitarbeiter zahlen einen hohen Preis. In aller Regel verliert ein großer Teil von ihnen trotzdem den Arbeitsplatz. Und wer bleiben darf, muss fast immer dramatische Einschnitte hinnehmen: gekürzte Gehälter, längere Arbeitszeiten, schlechtere Sozialleistungen. Als Gegenleistung gibt es die vage Aussicht, bis auf weiteres nicht arbeitslos zu werden. Sollte die Fortführung des Betriebes schiefgehen, ist das Arbeitslosengeld noch niedriger als es mit dem alten Vertrag gewesen wäre.
Letzter Ausweg Insolvenz - Wie Arbeitnehmer für die Krise bezahlen ARD-exclusiv (SR) am Sonntag, 8.11.2009, 13.15 – 13.45 h
RechtsRock ...von A wie Absurd bis Z wie Zyklon D - 15. Oktober 2009
Mit einer Analyse der deutschen RechtsRock-Szene beginnt das Bündnis „Für ein Buntes Zweibrücken“ am kommenden Donnerstag, 15. Oktober 2009, seine Vortragsreihe zum Themenfeld Rechtsextremismus. In den weiteren Veranstaltungen geht es um Symbole, Codes und Lifestyle der Rechtsextremen, um die „Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)“ und um die Geschichte, Funktion und Entwicklung von Naziaufmärschen. Die Vorträge finden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule in deren Räumen statt.
Der Schwerpunkt des ersten Vortrags, der am Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 19 Uhr im Physiksaal der Berufsbildenden Schule/Volkshochschule an der Johann Schwebel-Straße 1 stattfindet, liegt beim Thema RechtsRock.
Die Musikrichtung eröffnet die Möglichkeit, reaktionäres Denken und Antimoral in eine rebellische Identität zu verpacken. RechtsRock ist Teil der Popkultur und einer Spaßgesellschaft, in der selbst offener Rassismus und Antisemitismus von Bands wie "Landser" und "Zillertaler Türkenjäger" zum running gag auf Schulausflügen und Stammtischrunden wird.
Die Veranstaltung liefert einen Überblick über die verschiedenen Sparten rechter Rockmusik in Deutschland. Der Begriff des RechtsRock bleibt dabei nicht auf neonazistische Bands beschränkt, sondern wird genauer gefasst: Als eine Sammelbezeichnung für Rockmusik, die anti-emanzipatorische und reaktionäre Denkmuster offenbart und die sich zum Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus öffnet.
Ohne Verallgemeinerung wird der Bogen geschlagen vom "White Noise" der neonazistischen Skinheadszene über die extrem rechten Strömungen im Dark-Wave, Neofolk und Black Metal bis hin zu den ästhetischen Inszenierungen der "Neuen Deutschen Härte", den markigen Parolen eines "nationalen HipHop" und den simplen Weltbildern der Böhsen Onkelz.
Der Referent Christian Dornbusch (* 1970) ist Soziologe und Sozialpädagoge aus Düsseldorf mit den Forschungsschwerpunkten Jugend- und Kultursoziologie sowie Rechtsextremismus. Er publiziert seit den 1990er-Jahren.
3. Azubi Mitternachtsturnier – Hallenfußball auf höchstem Niveau
| 2009-10-12
Wanderpokal geht erneut an das Ausbildungszentrum Homburg: Rapid Schmalau (AZH)
In guter Tradition fand nunmehr bereits zum dritten Mal das IG Metall-Mitternachtsturnier Homburger und Zweibrücker Auszubildender statt. Zehn Mannschaften traten in diesem Jahr an. Besonders stark vertreten war das Ausbildungszentrum Homburg, die nicht nur den Titelverteidiger FC Feiler stellten, sondern gleich drei weitere Mannschaften mitbrachten. Zudem spielten Mannschaften aus den Betrieben Alstom, Bosch, Ina-Schaeffler, Pallmann und Terex. Gespielt wurde in zwei Gruppen. Die beiden Erstplatzierten kamen in die Endrunde und spielten dort um die Plätze eins bis vier. Sieger des diesjährigen Turniers und damit Gewinner des Wanderpokals wurde wieder eine Mannschaft des AZH,die Rapid Schmalau. Ihr folgten Pallmann, FC Feiler (AZH) und Terex. Im nächsten Jahr wird der Wanderpokal erneut ausgespielt.
Marc Möller (John Deere) und Yannick Müller (Pallmann) gehörten zu den besten Spielern des Turniers. Allerdings reichte es für ihre Mannschaften nicht zum Sieg. Bester Torwart des Turniers Yannick Müller kassierte nur vier Gegentore bis ins Endspiel. Torschützenkönig Marc Möller schoss ingesamt 15 Tore. Im Spiel um Platz 5 traf er gleich fünfmal und sicherte John Deere den Sieg. Das Ziel der Beiden: „Im nächsten Jahr geht der Pokal wieder in die Pfalz.“
5. September: Über 1.000 Menschen aus Homburg-Saarpfalz in der Arena der Wähler
| 2009-09-07
Mehr Power für die Kraft im Alltag
„Alle die Leute hier haben die gleichen Sorgen im Betrieb, die gleichen Probleme im Alltag. Deshalb ist es nur gut heute in Frankfurt zu sein. Das gibt mir mehr Power für die Kraft im Alltag. Ich habe das Gefühl nicht alleine zu sein“, so einer der Teilnehmer aus Homburg-Saarpfalz, der sich am 5. September zusammen mit über 1.000 Menschen an der großen IG Metall „Arena der Wähler“ beteiligt hatte.
„Macht Politik für die Mehrheit der Menschen, wie unser Vorsitzender Berthold Huber das Motto ausdrückte, ist das vorrangige Ziel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – gerade jetzt in der Krise“, so Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz. „Es ist uns leicht gefallen, darüber viele Menschen anzusprechen, die uns nach Frankfurt begleiten wollen. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer formulieren unsere Anliegen in der Arena unüberhörbar und direkt an die Politik. Wir wollen, dass die Politik unsere Forderungen ernst nimmt“.
An der Arena der Wähler nahmen über 45.000 Menschen teil. In den engagierten Teilnehmerbeiträgen sowie den Reden von Berthold Huber und Detlef Wetzel wurde unser Ziel klar: Eine soziale und gerechte Gesellschaft. „Die saarländische Landtagswahl hat ein deutliches Zeichen gesetzt. An Antworten zur sozialen Gerechtigkeit kommt niemand mehr vorbei. Gerechtigkeit in Staat, in Gesellschaft und der Wirtschaft, das ist es, was den Menschen unter den Nägeln brennt“, so Ralf Reinstädtler 2. Bevollmächtigter in Homburg-Saarpfalz. „Mehr Gerechtigkeit – ein Ziel, hinter dem auch die IG Metall in vollem Umfang steht.“
Operation Übernahme
Am Vormittag des 5. September hatten bereits rund 10.000 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Frankfurter Opernplatz auf die unsicherenPerspektiven der jungen Generation aufmerksam gemacht. Mit tausenden selbst gestalteten Schildern machten die IG Metall Jugendliche deutlich, was sie sich für ihre Zukunft wünschen.
So forderte Nadine Schoch, Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei Pallmann, mit ihren aus Zweibrücken und Homburg angereisten Kollegen eine sozial gerechte Politik, die ihnen ein Einkommen zum Auskommen ermöglicht. Die Kundgebung war Teil der Kampagne "Operation Übernahme", mit der sich die IG Metall Jugend für die Übernahme von Auszubildenden kämpft. Bilder
5. September: Mit dem Sonderzug nach Frankfurt
| 2009-08-14
Gemeinsam für ein gutes Leben
Die Vorbereitungen zur Großkundgebung der IG Metall „Gemeinsam für ein Gutes Leben“ am 5. September laufen auf Hochtouren. Es sind rund 1.000 Menschen geplant, die uns begleiten.
Ab Homburg fahren wir mit dem Sonderzug nach Frankfurt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Lunchpaket.
Bundestagswahl am 27. September: Ortsvorstand der IG Metall Homburg-Saarpfalz ruft zur Wahl auf
| 2009-08-13
Geht wählen!
Unter dem einhelligen Beschluss des Ortsvorstandes der IG Metall Homburg-Saarfalz wurde ein Text verabschiedet, der im Vorfeld der saarländischen Landtagswahlen und der Bundestagswahlen an die Mitglieder verschickt wurde.
Wie die Welt ist auch Deutschland in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegsgeschichte. Die Krise ist da, ihr Ende noch nicht in Sicht. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die Leidtragenden der Krise.
Im Herbst sind von vielen Betrieben Entlassungen geplant, die Arbeitslosigkeit nimmt wieder zu. Unsere Arbeitnehmerhaushalte zahlen die Zeche für eine Krise, die wir nicht verursacht haben. Unsere Existenz und die Zukunft unserer Kinder sind in Gefahr. Die Politik ist jetzt in höchstem Maße verantwortlich, sie muss die Krise in den Griff bekommen. Sowohl in den Landtagen, wie auch im Bundestag müssen verstärkt Politiker und Politikerinnen sein, die unsere Interessen vertreten.
Wir haben die Wahl. Jede Stimme, die durch Nichtwahl verloren geht, ist sinnlos. Gerade jetzt in der Krise haben wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Wahl zu gehen und mit zuentscheiden. Es geht um unsere Zukunft, deshalb:
Wählt Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in den Parteien. Wählt Politikerinnen und Politiker, die unsere Interessen vertreten. Wählt demokratische Parteien, die sich für uns stark machen.
Aufatmen bei Schaeffler in Homburg
| 2009-08-12
Belegschaft trägt Sparmaßnahmen mit - IG Metall fordert Beschäftigungsbrücke
Großes Aufatmen herrschte Ende Juli im Schaeffler Werk in Homburg. Die Krise hat das Werk voll erwischt. Es sollten fast 500 Menschen ihre Arbeit verlieren, um das Sparpaket von 27,5 Millionen Euro, das das Unternehmen forderte, Genüge zu leisten.
„Wir haben wertvolle Zeit gewonnen“, so der Schaeffler-Betriebsratsvorsitzender Salvatore Vicari nach dem Abschluss eines Verhandlungsmarathons mit der Geschäftsleitung sichtlich erleichtert. „Es erfolgen keine betriebsbedingten Kündigungen bis Juni 2010. Es gibt keine tariflichen Einkommenskürzungen. Die Auszubildenden werden übernommen. Und wir haben die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen gelegt.“ Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, der die Verhandlungen begleitete, sieht ein wichtiges Ziel der IG Metall erreicht: „Keine Entlassungen in 2009, das haben wir nun auch bei Schaeffler in Homburg durchsetzen können. Zu tariflichen Einkommenskürzungen wird es ebenfalls nicht kommen“. Werner Cappel forderte allerdings von der Politik Regelungen, die ein Ausscheiden älterer Arbeitnehmer erleichtert. Sollte die Krise weiter anhalten, befürchtet er, dass junge, gut qualifizierte Arbeitnehmer entlassen werden, während Ältere bis zur Rentengrenze bleiben müssen. „Deshalb ist ein Sofortprogramm Beschäftigungsbrücke, das eine Verlängerung der Altersteilzeit vorsieht, das Gebot der Stunde. Gleichzeitig sollte es ein vorzeitiges Ausscheiden ohne Rentenabschläge geben“, so Werner Cappel.
Schluß mit der Ungerechtigkeit - Wir treffen uns in Frankfurt -
| 2009-07-17
Gesicht zeigen und mit dem Sonderzug nach Frankfurt - 05. September 2009
VERTRAUENSLEUTE-WOCHENENDE IN KIRKEL
| 2009-06-21
»Auf nach Frankfurt« - Keine Entlassungen in der Krise. Jetzt gemeinsam mobilisieren für sichere Arbeitsplätze und ein gutes Leben.
Über 120 Vertrauensleute nahmen an der diesjährigen Vertrauensleute-Konferenz vom 20.-21. Juni 2009 in Kirkel teil. „In der Krise sind wir mehr denn je gefordert zu handeln“.
Mit diesen Worten begrüßte Werner Cappel die Vertrauensleute der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen stand die Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“. Dabei waren sich alle Vertrauensleute einig. Zu einem guten Leben gehört zwingend ein sicherer Arbeitsplatz. Keine Entlassungen in der Krise, die Übernahme nach der Ausbildung und kein Abbau an Ausbildungsplätzen, waren die zentralen Forderungen der Vertrauensleute.
Alex Kreutz, Vorsitzender des Vertrauensleutesausschusses der Verwaltungsstelle machte deutlich, dass sich diese Ziele nicht von alleine verwirklichen. „Diese Forderungen können wir nur durchsetzen“ erklärt Kreutz kämpferisch, „wenn sich die Arbeitnehmer auf ihre eigene Stärke besinnen. Und diese Stärke ist die Gewerkschaft“.
Vor einigen Tagen kündigte Schaeffler einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen an. Mit einer Zukunftsvereinbarung zwischen IG Metall und dem Familienunternehmen wurde im Februar die Grundlage für den Dialog zur gemeinsamen Lösung von Schaeffler geschaffen. Deshalb kritisierte die IG Metall das einseitige Vorgehen des Unternehmens heftig. Es spiegele nicht den Geist der Verhandlungen vom Februar wieder, meinten IG Metall und Betriebsräte übereinstimmend.
Am 12.5.2009, hat die Geschäftsleitung dem Wirtschaftsausschuss der Schaeffler KG ihr Konzept zur Restrukturierung der Schaeffler Gruppe präsentiert. Danach sollen in der Schaeffler Gruppe in Deutschland die Personalkosten um 250 Mio. € gesenkt werden. Das entspricht 4.500 Arbeitsplätzen. Fast jeder sechste Arbeitsplatz würdewegfallen.Im Standort Homburg beträfe der Arbeitsplatzabbau 488 Stellen.
Das Unternehmen hat sich nach der Kritik an ihren Plänen auf Gespräche eingelassen. Eine Zwischenvereinbarung regelt nun, dass Verhandlungen zwischen Unternehmen, IG Metall und Betriebsrat aufgenommen werden, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.
IG Metall Homburg-Saarpfalz startet intensive Werbeaktion
Schutz durch Solidarität
| 2009-04-22
Wer allein bleibt, steht auf verlorenem Posten – Nur gemeinsam und solidarisch durch die Krise – Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall sind im Einsatz
„Direkt auf die Leute zugehen, persönlich mit ihnen sprechen, auf ihre Fragen und Probleme eingehen, dranbleiben und immer wieder nachhaken“, so beschreibt Oliver Simon, Vertrauenskörpervorsitzender bei Bosch in Homburg die zentrale Aufgabe der intensiven Mitgliederwerbeaktion der IG Metall Homburg-Saarpfalz, die nach den Osterferien in den regionalen Betrieben gestartet wurde.
„Nur Zettel verteilen bringt nichts. Jetzt müssen wir in den Betrieben diskutieren. Wenn nicht jetzt in der Krise, wann dann?“, bestätigt Alex Kreutz, Vorsitzender des Vertrauenskörperausschusses der IG Metall Homburg-Saarpfalz und ergänzt: „Uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trifft die Krise am Härtesten. Wir sollen die Zeche für eine Krise zahlen, an der wir nicht schuld sind. Das kommt nicht in die Tüte. Nur mit einer starken IG Metall können wir uns gegen die negativen Folgen der Krise wehren. Deshalb brauchen wir gerade jetzt noch mehr Mitglieder.“
Werner Cappel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, stellt klar: „Unsere IG Metall ist in der Region gut aufgestellt. Aber wir dürfen uns auf keinen Fall auf unseren Lorbeeren ausruhen. Das wäre jetzt in der Krise ein unverzeihlicher Fehler. Wir stehen erst am Anfang einer schweren Weltwirtschaftskrise mit einem Ausmaß, das noch niemand von uns erlebt hat. Harte Zeiten kommen auf uns zu. Wir wissen aber auch aus unserer Erfahrung, dass wir nur gemeinsam und solidarisch durch diese Krise kommen.
Alle Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall sind jetzt gefordert, aktiv neue Mitglieder zu werben. Unsere Mitgliederwerbeaktion kann aber nicht die Aufgabe von einigen Wenigen sein – jede Kollegin und jeder Kollege wird zur Unterstützung gebraucht. Sprecht mit den Unentschlossenen in den Betrieben, überzeugt die Unorganisierten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Mitglied zu werden! Unser Schutzschirm heißt IG Metall. Wer alleine bleibt, steht auf verlorenem Posten.“
„You’ll Never Work Alone!“ steht auf dem Schal der IG Metall-Jugend, den sich der Betriebsrats- und Vertrauenskörpervorsitzender bei Terex Demag in Zweibrücken Edi Glas umgehängt hat. Er grinst: „Zur Jugend zähle ich leider nicht mehr, dennoch stimmt der Slogan zu 100 Prozent. Er drückt modern aus, was für uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon immer gilt: „Solidarität ist unser Schutz.“
Weniger Beitrag bei Kurzarbeit
| 2009-02-18
IG Metall senkt Mitgliedsbeitrag für Betroffene
Nach insgesamt 21 Tagen Kurzarbeit zahlen die Mitglieder der IG Metall einen Monat lang nur 1,53 Euro Beitrag.
“Damit kommen wir den Betroffenen und ihren Familien entgegen, die wegen Kurzarbeit an Einkommen verlieren und jetzt mit jedem Euro rechnen müssen“, erläutert Ralf Reinstädtler, 2. Bevollmächtigte der IG Metall HomburgSaarpfalz, die zeitlich begrenzte Beitragssenkung. Wer – zum Beispiel – von Januar bis März insgesamt 21 Tage kurz arbeiten musste, zahlt im April nur 1,53 Euro. Wenn mehr Tage zusammen kommen, verfallen diese Überhangtage nicht, sondern werden bei der nächsten Berechnung dazugezählt.