Tarifbewegung Metall- & Elektroindustrie

6.500 Metallerinnen und Metaller in Saarbrücken

  • 10.11.2022
  • Aktuelles

4. Tarifverhandlung. Die IG Metall ruft die Beschäftigten der zum Warnstreik mit Großkundgebung in Saarbrücken auf.

Um der Forderung weiter Nachdruck zu verleihen mobilisiert die IG Metall zur Großkundgebung nach Saarbrücken. Die Beschäftigten in den Betrieben unserer Geschäftsstelle sind ab 8:45 zum Warnstreik aufgerufen. An den Toren der Fabriken warten Busse, die alle Beschäftigten nach Saarbrücken bringen. Hierfür sind 40 Busse im Einsatz. Für die Demonstration mit Kundgebung vor der Verhandlung versammeln sich rund 6.500 kämpferische Beschäftigte zum saarländischen Aktionstag. Aus der Geschäftsstelle reisen rund 2.000 Beschäftigte an.

Nach der Ankunft an der Saarlandhalle werden alle an der großen Bühne begrüßt. Nach motivierenden Worten von den zwei Moderatorinnen und den Rednern, sind alle bereit für den geplanten Demonstrationszug. Dieser führt alle zum Verhandlungsort in die Saarbrücker Innenstadt.  Immer wieder skandierten die Teilnehmenden, „wer die Preise kennt, will 8 Prozent.“ Am Verhandlungslokal angekommen gibt es eine weitere Kundgebung. Auf dieser zeigt sich besonders die Jugend sehr kämpferisch, den "Die Jugend brennt für 8%!".

Leider gibt es auch in der 4. Verhandlung kein vernüftiges Angebot der Arbeitgeberseite. Damit sind die Tarifverhandlungen für unser Tarifgebiet gescheitert. Ein Weiterer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Damit gibt es zwei mögliche Entwicklungen:

  • Ein Ergebnis in anstehenden Verhandlungen in einem anderen Tarifgebiet.
  • Wenn das nicht passiert, kommt es zu 24 Stunden Streiks, Urabstimmung und Streik.

Das bedeutet: Geplante Warnstreiks werden durchgeführt und gegebenfalls ausgeweitet. Ab sofort werden das Mitgliedervotum und die 24-Stunden-Streiks vorbereitet. Davon sind betroffen: Tadano, John Deere, Pallmann, Casar, Hager, Schaeffler, TK Gerlach, Bosch-Rexroth, Robert Bosch.

Das Team IG Metall Homburg-Saarpfalz bedankt sich bei allen Busverantwortlichen, Ordner*innen, Vertrauensleuten und natürlich allen Warnstreikenden die diesen Tag ermöglicht haben.