Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie

Sternmarsch in Homburg am 09.05.2012

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Am Mittwoch, den 09.05.2012 beteiligten sich deutlich über 4000 Kolleginnen und Kollegen an einer Demonstration zur Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie. Vier Demonstrationszüge versammelten sich am Ende zu einer Abschlusskundgebung auf dem Historischen Marktplatz in Homburg. Damit machen die Beschäftigten deutlich, dass sie die Forderung der IG Metall unterstützen. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber ist unzureichend. Von dieser Kundgebung ging ein deutliches Signal an die heutige Verhandlungsrunde nach Zweibrücken.

12.02.2012 Kirkel

Konstituierende Delegiertenversammlung

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IG Metall Homburg-Saarpfalz zieht Vierjahres-Bilanz

100 gewählte Delegierte der IG Metall Homburg-Saarpfalz waren am Sonntag, dem 12. Februar zur konstituierenden Delegiertenversammlung eingeladen. Das höchste Beschlussorgan der IG Metall vor Ort, vertritt die Interessen von 16.000 Mitgliedern. Getagt wurde in Kirkel im Bildungszentrum der Arbeitskammer. Unter dem Motto „aktiv und gemeinsam“ zogen die Delegierten Bilanz. Schwerpunkte waren die Herausforderungen und Ergebnisse der Arbeit der örtlichen IG Metall in den letzten vier Jahren. Weiter stand die turnusgemäße Wahl der Mitglieder des Ortsvorstandes und der beiden Bevollmächtigten auf der Tagesordnung.

Ralf Reinstädtler, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, eröffnete die Versammlung und begrüßte Gäste und Delegierte. In seiner Eröffnungsansprache ging er auf die anstehende Landtagswahl im Saarland ein.

Reinstädtler erklärte hierzu:

„Der Landtag hat sich aufgelöst. Die Landespolitik der letzten Jahre ist gescheitert. Neuwahlen und damit eine vom Wähler legitimierte politische Neuausrichtung sind die richtige Entscheidung. Nun ist der Wähler am Zug. Wir erwarten von einer zukünftigen Landesregierung an der Saar einen sichtbaren und spürbaren politischen Kurswechsel. Ein Schwerpunkt muss die Entschuldung des Saarlandes bleiben. Hier sind Initiativen gefordert die Einnahmen des Landes und der Kommunen zu verbessern. Alleine durch Kürzungen ist die Schuldenbremse nicht zu erfüllen. Im Gegenteil, bereits heute besteht in vielen Bereichen ein merklicher Nachholbedarf. Wir haben einen Investitionsstau bei Infrastrukturmaßnahmen, bei der Ausstattung von Schulen und Hochschulen. Wir brauchen eine dienstleistungsorientierte und bürgernahe Verwaltung und solvente Kommunen. Die Menschen im Saarland dürfen sich nicht schlechter stellen als die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen. Die Parteien sind gefordert vor der Wahl, tragfähige und gerechte Konzepte vorzulegen, wie das Saarland aus der Schuldenfalle herauskommt.

Die IG Metall teilt die Einschätzung, dass ein Schuldenmachen auf Kosten zukünftiger Generationen keine Lösung ist. Derzeit haben sich pro Kopf mehr als 25.000 Euro Schulden angehäuft. Zum Teil auch um in der Krise einen 

Bankenkollaps zu verhindern. 

Wir nehmen aber auch zur Kenntnis, dass große Vermögen galoppierend steigen und zukünftige Generationen ein wesentlich höheres Vermögen als Schulden erben werden. Derzeit mehr als 100.000 Euro pro Kopf. Es ist daher aus unserer Sicht ein politischer Irrglaube anzunehmen, dass eine Schuldenbremse ohne „Vermögensbremse“ funktionieren kann.

Weiter erwarten wir von einer zukünftigen Landesregierung, dass sie sich bei bundespolitischen Themen aktiv einmischt. Hier geht es darum falsche Entwicklungspfade zu verlassen, Fehlentscheidungen zu benennen und Verbesserungen für die Menschen auf den Weg zu bringen. Fehlentwicklungen aus unserer Sicht sind zum Beispiel prekäre Arbeit, Leiharbeit und Hungerlöhne. Fehlentwicklungen sind aber auch die steigende Altersarmut und vor allem die Rente mit 67. Zu diesen Fragen erwarten wir von den Parteien im Saarland vor der Wahl und natürlich auch nach der Wahl einen klaren und nachhaltigen Standpunkt, im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz zog eine positive Vierjahres-Bilanz. Er dankte den Delegierten, Vertrauensleuten, Betriebsräten, Jugend- und Auszubildendenvertretern und dem Team der örtlichen IG Metall Verwaltungsstelle für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse, die gemeinsam erreicht wurden.

Cappel konnte auf steigende Mitgliederzahlen verweisen. Er erklärte:

„Wir sind erfolgreich und darauf können wir stolz sein. Erfreulich ist, dass unsere gute Arbeit durch steigende Mitgliederzahlen bestätigt wird. Aktuell haben wir knapp 16.000 Mitglieder. Das ist der höchste Mitgliederstand seit 10 Jahren. Mehr Mitglieder bedeuten größeren Rückhalt in den Betrieben und stärken unsere Durchsetzungsfähigkeit. Und gerade in einer Tarifbewegung kommt es auf Durchsetzungsfähigkeit an. Davon profitieren unsere Mitglieder. In der Metall- und Elektroindustrie wird gutes Geld gezahlt. Mehr als in den meisten anderen Branchen der Republik. Mit den tariflichen Einkommen liegen wir auch an der Spitze im europäischen Vergleich. Das ist gut so und dass es so ist, haben wir nicht den Arbeitgebern zu verdanken. Das ist unser gemeinsamer Erfolg und es bleibt auch für die Zukunft unser Auftrag. Wir stehen vor einer schwierigen Tarifauseinandersetzung. Neben höheren Einkommen geht es diesmal auch darum, für unsere Auszubildenden eine unbefristete Übernahme durchzusetzen. Das wollen die Arbeitgeber nicht. Sie wollen prekäre Arbeit und sie wollen unsichere Arbeit. Aber sie haben die Rechnung ohne euch gemacht. 

Bei den Auszubildenden sind wir gut aufgestellt. Mehr als 90 % der Auszubildenden sind in unserer IG Metall. Auf ihre Unterstützung können wir vertrauen. Aber bei der Frage der unbefristeten Übernahme brauchen sie nun auch unsere Unterstützung. Gemeinsam werden wir erfolgreich sein. Davon bin ich überzeugt.

Das gilt auch für die Begrenzung der Leiharbeit, eine weitere Tarifforderung. Auch hier gibt es Negativbeispiele in unserer Region. Es gibt Weltunternehmen wie John Deere in Zweibrücken, die Leiharbeiter unter Hartz IV-Niveau beschäftigen. Gleiche Arbeit, gleiches Geld. Das ist und bleibt unsere Losung.

Wir sind in den letzten vier Jahren stärker geworden. Die Menschen vertrauen uns. Diesem Vertrauen müssen wir täglich gerecht werden. Es ist eine hohe Verantwortung, die wir gemeinsam und solidarisch übernehmen. In der Wirtschaftskrise der letzten Jahre haben wir bewiesen was in uns steckt. „Keine Entlassungen in der Krise“, das war unser Ziel. Dieses Ziel haben unsere Betriebsräte fast überall verwirklichen können. Entlassungen wurden in unserer Region bis auf ThyssenKrupp Gerlach in Homburg weitestgehend verhindert. Und heute wissen wir, die IG Metall und Betriebsrat hatten Recht, auch bei ThyssenKrupp Gerlach hätte es keine Kündigungen geben müssen. 

Die IG Metall und die Betriebsräte haben in der Krise eine gute Arbeit gemacht. Bei den Betriebsratswahlen wurde diese Arbeit belohnt. Mehr als 92 % der neu- und wiedergewählten Betriebsräte unserer Verwaltungsstelle sind Mitglied unserer IG Metall. Ein tolles Ergebnis.“

Bei den anstehenden Wahlen wurde Werner Cappel als 1. Bevollmächtigter und Kassierer vorgeschlagen und wiedergewählt. Er erhielt 88 der 91 gültigen Stimmen (96,7 %).

Als 2. Bevollmächtigter wurde Ralf Reinstädtler wiedergewählt. Er erhielt 89  Stimmen (97,8%).

In den Ortsvorstand wurden weitere 13 Kolleginnen und Kollegen gewählt. Im Einzelnen sind dies folgende Kolleginnen und Kollegen (in alphabetischer Reihenfolge).

Franz-Josef Altherr (ThyssenKrupp Gerlach GmbH), Marion Batz (Schaeffler Techn. GmbH & Co. KG), Andreas Gehres (Robert Bosch GmbH), Eduard Glass (Terex Demag GmbH), Dieter Hombrecher (Hager Electro GmbH & Co. KG), Stephan Huber (Bosch Rexroth AG), Dieter Klein (Robert Bosch GmbH), Kai Müller (Alstom Power Systems GmbH), Klaus Patsch (Pallmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG), Andrea Schmidt (Terex Demag GmbH), Oliver Simon (Robert Bosch GmbH), Willi Stauch (John Deere Werke), Salvatore Vicari (Schaeffler Techn. GmbH & Co. KG). 

Tarifergebnis für die saarländische Stahlindustrie

3,8 Prozent mehr Geld, unbefristete Übernahme, Mitbestimmung bei der Leiharbeit und Altersteilzeit

Bereits in der ersten Tarifverhandlung hat die IG Metall und der saarländische Saarhüttenverband für die rund 14.000 Beschäftigten an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl ein Tarifergebnis erzielt. Es sieht eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,8 Prozent vor. Die Tariferhöhung gilt ab dem 1. März 2012, zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro und für Auszubildende von 60 Euro vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten bis zum 31.5.2013.

Weiterhin gilt ab sofort die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden. 

Der vor einem Jahr abgeschlossene Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit wird fortgesetzt. Dieser Tarifvertrag enthält die weitgehendste Regelung zur Mitbestimmung und Vergütung von Leiharbeit bundesweit. 

Die bisherige Altersteilzeitregelung gilt weiter. Ab sofort werden auf betrieblicher Ebene alternative und wertgleiche Konzepte zum Altersübergang erarbeitet. 

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte: „Die heutige Kundgebung, an der rund 2.200 Stahlwerker teilnahmen, hat die Arbeitgeber offensichtlich beeindruckt. Dies ist ein gutes und faires Tarifergebnis, das nicht nur eine ordentliche Entgelterhöhung, sondern auch richtige und zukunftsweisende Regelungen für Junge, Ältere und Leiharbeitnehmer beinhaltet.“

Der Stahlbeauftragte an der Saar und Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Völklingen, Robert Hiry, zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, die unbefristete Übernahme für alle Auszubildende zu erreichen. Hiry: „Die IG Metall macht damit deutlich, dass es sich für alle Jugendliche lohnt,  in der IG Metall sich zu engagieren.“ 

Stephan Ahr, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Saarstahl AG: „Wir sind sehr zufrieden, dass der vor einem Jahr bundesweit viel beachtete Tarifvertrag über den Einsatz von Leiharbeit fortgesetzt wird. Er sichert den Betriebsräten die volle Mitbestimmung bei der Leiharbeit. Mitbestimmung ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur in der saarländischen Stahlindustrie.“ 

Roman Selgrath, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Dillinger Hüttenwerke: „Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit garantiert älteren Beschäftigten den fairen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. An der Saar werden ältere Stahlbeschäftigte auch zukünftig früher ausscheiden können.

Solidarität mit den Roländern

Homburger Vertrauensleute in Offenbach

Vertrauensleute von Bosch und BoschRexroth zeigen Solidarität

Am 19.12.2011 fuhr eine Delegation der Vertrauensleute von Bosch und Bosch Rexroth zu einem Solidaritätsbesuch zum insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach. Im Gespräch mit Betriebsräten und Vertrauensleuten wurde den Kolleginnen und Kollegen bei Manroland Mut für die weitere Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern zugesprochen.

Orts- Jugendkonferenz 2011

Für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung

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Unter dem Motto „Unbefristete Übernahme nach der Ausbildung“ fand am Mittwoch, dem 07. Dezember 2011 im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel die Ortsjugendkonferenz 2011 der IG Metall Homburg-Saarpfalz statt.

Am späten Nachmittag trafen sich rund 50  Delegierte aus den regionalen Betrieben zu der diesjährigen Ortsjugendkonferenz. Eingeladen waren ebenfalls circa 50 Gäste, zum Beispiel aus den demokratischen Parteien, dem Ortsvorstand der IG Metall sowie weitere Betriebsratsmitglieder. Schwerpunktthema war die Forderung der IG Metall-Jugend nach der „unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung“, die die Gewerkschaftsjugend in den kommenden Tarifrunden durchsetzen will. „Auftakt ist die Tarifrunde in der saarländischen Stahlindustrie, die gleich im Januar 2012 losgeht. Unser Fokus ist die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie, die im Frühjahr startet“, erläuterte der Gewerkschaftssekretär Peter Vollmar, der auch die Eröffnungsrede hielt. „Die Jugend braucht sichere Arbeit und klare Planbarkeit im Leben, sonst haben wir keine Zukunft“, so Peter Vollmar.

„Die Jugend will raus aus der Perspektivlosigkeit, denn prekäre Arbeit trifft hauptsächlich die Jugendlichen. Mit Mini- und Midijobs, befristete Arbeitsverhältnisse oder gar Leiharbeit kann man keine Zukunft in der Region aufbauen. Deshalb engagieren wir uns für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung“, stellte Steffen Fischer vom Leitungstrio der Ortsjugendausschusses fest.

„In diesem Jahr stand die Jugend im Zentrum unserer Aktivitäten. Los ging es bei der IG Metall Vertrauensleutekonferenz Ende August in Kirkel. Viele jugendliche Vertrauensleute nahmen daran teil und setzten sich für die Forderungen der jungen Generation ein. Und die älteren Kolleginnen und Kollegen unterstützten uns solidarisch. Höhepunkt war der Jugendaktionstag der IG Metall in Köln Anfang Oktober, bei dem über 20.000 Jugendliche der IG Metall laut und stark für die unbefristete Übernahme demonstrierten. Rund 250 Jugendliche aus unserer Region waren mit dabei“, so Melissa Stewart vom Ortsjugendausschuss.

„Aber nur wenn wir gemeinsam agieren, können wir auch unsere Forderungen durchsetzen“, so Steffen Fischer. „Die IG Metall-Jugend ist in unserer Region sehr gut aufgestellt. Rund 85 Prozent der neu eingestellten Auszubildenden haben sich 2011 für unsere Gewerkschaft entschieden. Der Organisationsgrad der Jugend in den Betrieben ist sehr hoch. Unsere gute Jugendarbeit zahlt sich aus. Die Jugend steht zu ihrer IG Metall, denn wir gestalten unsere Aktionen mit Engagement und mit Spaß.“

Der Ortsjugendausschuss präsentierte einen 40-seitigen Bericht über die Jugendaktivitäten im vergangenen Jahr. Danach wurde das Leitungstrio neu gewählt. Im kommenden Jahr setzt sich das Leitungstrio aus Steffen Fischer (Bosch), Katharina Holzer (Terex Demag) und Melissa Stewart (TLT-Turbo) zusammen.

„Die IG Metall Homburg-Saarpfalz bedankt sich bei allen Jugendlichen, die mit ihrem Engagement die Ziele unserer Gewerkschaft vorangebracht haben. Bei den kommenden Tarifrunden wird die Jugend den Arbeitgebern richtig Dampf machen. Unsere IG Metall-Jugend macht mobil“, stellte Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, zufrieden fest.

Jubilarfeier 2011

Dankeschön für eure Treue

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Die IG Metall Homburg-Saarpfalz ehrte 636 Jubilare für ihre Treue und Verbundenheit zur Gewerkschaft mit einer Jubilarfeier am 29.Oktober im Kulturzentrum Saalbau in Homburg.

Projekt IG Metall Homburg-Saarpfalz und Neunkirchen

Aktiv in klein- und mittelständischen Betrieben

Die gute Arbeit von Betriebsräten ist in Zeiten von Krisengespenstern, der Globalisierung und einem harten Wettbewerb mitentscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Doch kein Betrieb ist wie der Andere, die Herausforderungen und Arbeitsfelder der Betriebsräte sind jedoch oft identisch. Aber in klein- und mittelständischen Betrieben finden Betriebsräte oft ein schwierigeres Arbeitsfeld vor, als in großen, gut gewerkschaftlich organisierten Betrieben. Dass Betriebsräte ernst genommen werden und wie vom Betriebsverfassungsgesetz gefordert beteiligt werden, kann einen Kampf bedeuten. Vor allem dann, wenn Arbeitgeber noch immer meinen, nach Gutsherrenart im Betrieb wüten zu können.

Mit Beginn eines Kooperations-Zuwachsprojektes im Jahr 2011 haben die Verwaltungsstellen Neunkirchen und Homburg-Saarpfalz die Weichen gestellt, um auch den Mitgliedern, Betriebsräten und Beschäftigten in kleineren Betrieben mehr Unterstützung zu bieten. Der Kollege Michael Knopp ist für die Erschließung und Betreuung in diesem Feld zuständig. „Das eine ist es, die Betriebsräte in ihrer täglichen Arbeit und bei Sitzungen mit Rat und Tat zu unterstützen“, so Michael Knopp. „Uns ist es jedoch auch sehr wichtig, dass die Betriebsräte sich austauschen, von ihren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren können und sich gegenseitig unterstützen. Und sie sollen sich ruhig auch einmal den zeitweilig vorhandenen Frust von der Seele reden können“.

Deshalb wurde auch die Idee umgesetzt, diesen betrieblichen Interessensvertretern und Vertreterinnen ihr eigenes, branchenübergreifendes Forum zu schaffen. „Wir laden in regelmäßigen Abständen die IG Metall-Betriebsräte von betreuten Betrieben aus beiden Verwaltungsstellen zu einem gemeinsamen Aktiven-Treffen ein. Hier sind sie unter Ihresgleichen und können sich vernetzen, diskutieren, bekommen Input und können Handlungsmöglichkeiten für ihren Betrieb erkennen.“ Berührungsängste zwischen Betriebsräten aus dem Kfz-Handwerk, der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie, dem Elektrohandwerk oder der Metall- und Elektroindustrie gibt es nicht. Nach vier bisher stattgefundenen Treffen ist die Gruppe zusammengewachsen, und es kommen immer wieder neue Gesichter dazu.

Im Dezember wird das nächste Treffen stattfinden, welches sich schwerpunktmäßig mit der Bildung der Betriebsräte befassen wird. „Wir möchten dann den Betriebsräten die Möglichkeiten der Weiterbildung bei der IG Metall, in seiner Vielfalt darstellen, sowie eine systematische Bildungsplanung für das Jahr 2012 anregen“, so Simon Geib von der IG Metall Neunkirchen.

Aktuell treffen sich im Aktiven-Kreis Metallerinnen und Metaller unter anderem vom Autohaus Reinhard, CS Schmalmöbel, EMS Schwanenmühle, Junker & Partner, Kuhn & Möhrlein, Neways, Otis, SSS Energietechnik, Stamer und Uniplast.

Azubi-Cup

5. Mitternachtsturnier am 14.10.2011

Bild zum Thema Mitternachtsturnier 2011
10 Teilnehmermannschaften

Beim 5 Mitternachtsturnier, der IG Metall Jugend, traten zehn Azubi-Mannschaften gegeneinader an. In einem harten aber sehr fairen Turnier konnte sich die Azubimannschaft von Terex Demag erneut durchsetzten. Somit bleibt der Wanderpokal ein weiteres Jahr bei Terex in der Ausbildungswerkstatt. Die Plätze zwei und drei gingen an die Mannschaften von INA Schaeffler.

Laut und stark in Köln! Für eine unbefristete Übernahme

20.000 Teilnehmer beim Aktionstag in Köln

Bild zum Thema Aktionstag Köln 01.10.2011

Für sichere Arbeitsplätze und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung demonstrierten 20.000 Teilnehmer beim Jugendaktionstag der IG Metall in Köln. 250 Kolleginnen und Kollegen aus der Region beteiligten sich an der Demonstration

 

Auf der Hauptkundgebung auf dem Kölner Neumarkt warf Detlef Wetzel, 2. Vorsitzender der IG Metall, Politik und Unternehmern vor, die Interessen der Jungen Generation über Jahre hinweg ignoriert zu haben. "Wir wollen ein Zeichen setzen, damit die Politik endlich die Themen der Jungen Generation auf die politische Tagesordnung setzt, sie zur Chefsache macht", sagte Wetzel.
Er forderte gerechte Chancen auf Bildung und Ausbildung für junge Menschen. "Wir wollen Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Sichere Arbeit – dass heißt für uns jetzt zu allererst die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden", sagte der Gewerkschafter. Dafür werde die IG Metall in der kommenden Tarifrunde kämpfen.

Besuch in der Hauptstadt

Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin.

Besuch aus der Saarpfalz in der Hauptstadt

Auf Einladung der saarländischen Bundestagsabgeordneten Yvonne Ploetz (DIE LINKE) besuchte eine fünfzigköpfige Delegation der IG Metall Homburg-Saarpfalz die Hauptstadt Berlin.

Jeder Bundestagsabgeordnete hat die Möglichkeit jährlich drei Gruppen zum Besuch der Hauptstadt und des Parlamentsbetriebes einzuladen. Auf dem Programm der zweitägigen Aufenthaltes vom 14. bis 17. Juni standen eine Stadtrundfahrt unter politischen Gesichtspunkten, Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, Besichtigung der Ausstellung "Wege, Irrwege, Umwege - Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland" und der Besuch des Plenarsaals im Reichstagsgebäude in Berlin.

„Mich hat die Fahrt nachhaltig beeindruckt. Dabei fande ich die Holocaust-Gedenkstätte besonders  erschreckend, erinnert sie doch an die Greuel der deutschen Geschichte und mahnt uns, stets    alles dafür zu tun, dass sich ein derartiges Verbrechen an der Menschheit nie wiederholen kann“, so Willi Stauch, Betriebsratsvorsitzender von John Deere.

Gute Tat

Spende der Beschäftigten bei Schaeffler

Die Scheckübergabe

Bei der Schaeffler KG in Homburg wurde zum ersten Mal eine Erfolgsbeteiligung von 500,- Euro ausgezahlt. Das war der Anlass für eine Spendenaktion der Beschäftigten, bei der rund 2900 Euro zusammenkamen. Die Werkleitung erhöhte den Betrag auf 5000 Euro, der an die „Elterninitiative krebskranker Kinder e.V.“ gespendet wurde, die diese finanzielle Unterstützung mit großer Freude entgegennahm.

Bei der Scheckübergabe am 3. Juni 2011 bei der Schaeffler KG waren anwesend der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Vicari, der Verantwortliche der Spendenaktion Ulrich Neumann, Frau Ina Ruffing von der Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. und der Werkleiter Eduardo Sack.

Laut und stark in Köln! Für eine unbefristete Übernahme

Jugend-Aktionstag der IG Metall am 1. Oktober

Der Jugend-Aktionstag der IG Metall am 1. Oktober in Köln steht ganz unter dem Motto "Laut und stark". Die IG Metall setzt sich ein für die Zukunft und Perspektiven der jungen Generation - insbesondere für die unbefristete Übernahme. Gemeinsam wollen wir zeigen: wir sind viele, wir sind laut und wir sind stark.

Tickets für den Aktionstag

In der IG Metall Homburg-Saarpfalz können die Eintrittskarten zum Aktionstag erworben werden. Die Tickets kosten 10 Euro inklusive Busfahrt und einem Aktions-T-Shirt  Da nur eine begrenzte Zahl an Karten zur Verfügung steht, empfiehlt es sich, die Karten möglichst frühzeitig zu kaufen - aber nur, solange der Vorrat reicht!

Volles Programm, volle Wirkung

Und das Abendprogramm in der Arena ist vom Feinsten: Das Lineup besteht aus Culcha Candela, Mono und Nikitamann, Revolverheld, Jennifer Rostock und anderen. Die Moderation macht Caroline Kebekus.

Busabfahrtszeiten

Die Busse fahren am Samstag, 01. Oktober, um 07:00 Uhr in Homburg (N.N.) und an der Festhalle in Zweibrücken zentral für alle Teilnehmer zum Aktionstag. Der genaue  Die Rückkunft ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

Mobilisierungsvideos

Außerdem haben wir für den Aktionstag noch ein kleines Mobilisierungsvideo erstellt, welches ebenfalls im Download Bereich der Homepage http://www.operationuebernahme.de/ unter den Aktionsvideos zu finden ist .

In den nächsten Tagen werden wir hier neben dem bestehenden Video noch eine etwas längere Version zur Verfügung stellen, welche sich auch zur Bewerbung beispielsweise auf Jugendversammlung eignet.

Röchling Hydroma - 1. Verhandlungsrunde vorbei – Lösung vorerst nicht in Sicht!

Durchbruch in der Fläche – Die Kollegen in Ruppertsweiler müssen sich gedulden - „Rosinenpicken funktioniert nicht!“

In der letzten Woche gelang der Tarifabschluss für die Beschäftigten in der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Rheinland-Pfalz. 4% mehr Lohn- und Gehalt zum 01.11.2011.  Die Kolleginnen und Kollegen in Ruppertsweiler stehen weiter hinten an. Die erste Verhandlung über die Angleichung bzw. Heranführung der Löhne und Gehälter verlief nicht erfolgreich. Der Verband will keine tarifvertragliche Lösung. Wenn verhandelt werde, dann über alles. Ein Rosinenpicken gäbe es nicht. Es müsse über Anpassungen beim Manteltarifvertrag nach unten genauso geredet werden, wie über den Wegfall bereits zugesagter Tankgutscheine.

An Erklärungen und Aggressionen mangelte es dem Verbandsvertreter nicht. Eine Tarifbindung komme nicht in Frage. Den Arbeitnehmern sei doch in der Vergangenheit alles gegeben worden. Jede Tariferhöhung wurde weitergegeben, so der Geschäftsführer des Verbands der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Rheinland- Pfalz e.V.  

„Wenn sich unser Stundenlohn nicht verändert, liegen wir im November 15% unter dem Facharbeiterecklohn“, so Dietmar Duch, einer der drei IG Metall Tarifkommissionsmitglieder, der auf unserer Seite für die Angleichung der Löhne und Gehälter verhandelt. „Wir benötigen ein materielles Signal Richtung Fläche, das erheblich über dem zuletzt getätigten Abschluss von 4% liegt“, betont Andreas Sauer. Der Arbeitgeberverband hatte in seinem letzten Angebot, die Übernahme der 4%-Erhöhung zum 01.07.2011 angeboten.    

In einer offenen Mitgliederversammlung werden wir am Donnerstag, den 07.07.2011, über das Angebot und den weiteren Verlauf der Verhandlungen beratschlagen. Nach wie vor, fordern wir die umgehende Angleichung bzw. Heranführung der Löhne und Gehälter an die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie Rheinland Pfalz.

Start der Tarifverhandlungen bei Röchling Hydroma

Endlich – Erster Verhandlungstermin steht

Seit dem 31. Januar 2007 befindet sich der Entgelttarifvertrag zwischen der Röchling Hydroma GmbH in Ruppertsweiler und der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt in der Nachwirkung. Auf einer Mitgliederversammlung wurde eine Verhandlungskommission gewählt, die aus den Kollegen Dietmar Duch, Andreas Sauer und dem IG Metall-Sekretär Mark Seeger besteht.

„Die Löhne und Gehälter sind in den letzten Jahren per einseitiger Erklärung um über acht Prozent erhöht worden. Diese Differenz gilt es nunmehr tarifvertraglich abzusichern und gleichzeitig an die Entwicklung der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Rheinland-Pfalz heranzuführen, wo zurzeit ebenfalls die Tarifverhandlungen stattfinden. Die IG Metall fordert die Angleichung an den Flächentarifvertrag, damit die Kolleginnen und Kollegen von den regelmäßigen Tariferhöhungen profitieren“, bestätigt Mark Seeger.

Mit der Geschäftsführung von Röchling Hydroma konnte für die Tarifverhandlungen ein erster Termin am 30. Juni vereinbart werden.

Betrieb und Schule abstimmen - Jugend startet Kampagne

Gute Ausbildung, starke Perspektiven und die unbefristete Übernahme sind die Forderungen unserer Jugend. Als Start der Jugendkampagne wurden die Azubis zu ihrer Ausbildung befragt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

„Unsere IG Metall-Jugend legt jetzt mit ihrer Kampagne richtig los“, freut sich Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz.

Gewerkschaftssekretär Mark Seeger bestätigt: „Berufliche Erstausbildung wurde für 2011 als Schwerpunktthema der IG Metall-Jugend ausgemacht. Gute Ausbildung, starke Perspektiven und die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung sind die Hauptforderungen. Diese Themen wurden durch unsere Jugendlichen konsequent in die Betriebe getragen“.

Lee Hirschel vom Ortsjugendausschusses fügt hinzu: „Den Auftakt der Kampagne bildete eine Befragung der Azubis zur Qualität der Ausbildung in Zweibrücken.“

Positives Ergebnis der Befragung: rund 93 Prozent sind mit ihrer betrieblichen Ausbildung ‚sehr zufrieden‘ oder ‚zufrieden‘.

Verbesserungspotentiale gibt es aber überall. So liegen in vielen Betrieben keine Ausbildungspläne vor, die Voraussetzung einer strukturierten Ausbildung sind. Probleme gibt es aber auch beim Berufsschulunterricht. Fast 80 Prozent finden, dass die Inhalte zwischen Unterricht und Betrieb nicht abgestimmt sind.

Lee Hirschel fordert: „An diesem Thema muss noch deutlich nachbessert werden.“

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Interview mit Hans-Jürgen Urban

Drei Fragen zum Atom-Ausstieg

Interview mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall, Hans-Jürgen Urban zum Thema Atomkraft, Ausstieg und den möglichen Auwirkungen. Das Inerview enstand im Rahmen des bundesweiten Demonstrationstags gegen Atomkraft am 28. Mai 2011.

Frage: In Deutschland ist heute nahezu jeder gegen Atomkraft. Auch die IG Metall. Kostet das Abschalten nicht Arbeitsplätze?

Antwort Hans-Jürgen Urban.

Die IG Metall war bereits lange vor Fukushima ohne Wenn und Aber gegen die Nutzung der Atomenergie. Die IG Metall ist der Auffassung, dass wir einen sozial-ökologischen Politikwechsel brauchen, der weit über das Abschalten der Atomkraftwerke hinausweist. Dabei geht es insgesamt um den sorgsamen Umgang mit Ressourcen und den massiven Ausbau regenerativer Energien. Es geht aber auch um eine neue Verkehrsinfrastruktur, in der der öffentliche Personennah- und –fernverkehr eine ausgeprägtere Rolle spielen muss. Hierfür brauchen wir ein Investitionsprogramm, welches in der Folge viele neue Arbeitsplätze schaffen wird. Nicht nur im Dienstleistungsbereich, sondern auch im Industriesektor.

Frage: Siehst Du die Politik auf einem guten Weg?

Antwort: Es ist zwar gut, wenn in nahezu allen Parteien nun über den Atomausstieg diskutiert wird. Aber wir sollten uns keine Illusionen machen. Die Atomlobby und die mit ihr verbundenen Bereiche wollen nicht auf Extraprofite verzichten und haben ihre Hinhaltetaktik keineswegs aufgegeben. Deswegen reicht es auch nicht, isoliert über Energiepolitik zu reden.

Wir müssen die Energiewende mit einer umfassenden Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verbinden, sonst droht sie zu scheitern. Dafür brauchen wir nicht nur den Ausbau der betrieblichen- und Unternehmensmitbestimmung. Wir brauchen auch unternehmensübergreifende Strukturen, die den demokratischen Einfluss der Gesellschaft erhöhen. Dies wäre eine Beitrag dazu, dass die Energiewende auch tatsächlich umgesetzt wird und nicht an kurzfristigen Extraprofitinteressen der Atomlobby scheitert.

Frage: Rückt die soziale Frage wegen der ökologischen Anforderung in den Hintergrund?

Antwort: Einige versuchen in der Tat, Ökologie gegen Soziales auszuspielen. Doch wer die ökologischen Probleme wirklich lösen will, wird mit so einem Vorgehen scheitern. Wer die Energiewende z.B. dafür missbraucht, die Energiepreise zu erhöhen, schippt nicht nur der Energielobby weitere Kohlen in den Keller, er setzt vor allem auch die breite Akzeptanz der Bevölkerung für eine ökologische Politik aufs Spiel. Ein zweiter Aspekt: Wenn wir für einen ökologischen Kurswechsel ein Investitionsprogramm benötigen, stellt sich die Frage, wer es finanzieren soll. Da durch die Hartz-Gesetze und die Ausweitung des Niedriglohnsektors große Teile der Bevölkerung keinen finanziellen Spielraum mehr haben, bleibt nichts anderes, als Wohlhabende, Reiche und florierende Unternehmen zur Kasse zu bitten. Eine entsprechende Steuerreform ist ökologisch notwendig, aber auch ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit!

Kein Platz für Rassismus

Startschuß für Respekt!

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die IG Metall die Kooperation mit der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" gestartet. Die Initiative macht sich seit einem Jahr stark für einen respektvollen Umgang miteinander, in dem Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Mit der IG Metall geht die Initiative in eine neue Runde und setzt sich für mehr Respekt in den Betrieben ein.