Protest und Fest: Tag der Arbeit, 01. Mai 2009 in Saarbrücken
| 2010-03-24
Erste Ergebnisse der Betriebsratswahlen 2010 in der Region
Wahlbeteiligung kräftig gestiegen
| 2010-03-19
Über 16.000 Beschäftigte im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Homburg-Saarpfalz wählen in diesem Frühjahr insgesamt 241 Betriebsräte.
Für 90 Prozent der Wahlberechtigten war bei Redaktionsschluss die Wahl bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse der Wahlen sind beeindruckend. Nur in zwei Betrieben wurde nach Listen gewählt. Vor vier Jahren war das noch in sechs Betrieben der Fall. So konnten die Beschäftigten in noch größerer Zahl, nach der von der IG Metall favorisierten Personenwahl, abstimmen.
In den beiden Bosch Betrieben mit gegnerischen Listen, von der CGM eingereicht, waren die Ergebnisse glasklar und eindeutig. Dort wählte die Belegschaft von 44 Betriebsräten 40 Metallerinnen und Metaller. Noch eine erfreuliche Zahl: die Wahlbeteiligung war bei Bosch um 14% höher als vor vier Jahren. Die Wahlbeteiligung ist nicht nur dort kräftig gestiegen und liegt mit insgesamt etwa 80 Prozent wesentlich höher als bei der letzten Wahl.
Auch ganz junge Metaller wurden mit dem Vertrauen der Belegschaft ausgestattet. Unsere Jüngsten sind Peter Vollmar, Terex Demag, Martin Zimmer, ThyssenKrupp Gerlach, (beide 22 Jahre) und LeeHirschel, Bosch (23 Jahre).
„Die Beschäftigten haben dem Gremium Betriebsrat eine klare Zustimmung gegeben. Das spricht für das Vertrauen, das die IG Metall Betriebsrätinnen und Betriebsräte für ihre engagierte Arbeit genießen“, kommentiert Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz die ersten Wahlergebnisse der Betriebsratswahlen in der Region. IG Metall Gewerkschaftssekretär Ralf Cavelius, der die Betriebsratswahlen 2010 betreute, zeigt sich überzeugt: „Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall werden auch in der kommenden Wahlperiode ihre erfolgreiche Arbeit als Interessensvertreter der Beschäftigten konsequent fortsetzen. Neben ihrer Alltagsarbeit machen unsere Betriebsräte gerade jetzt in der Krise eine hervorragende Arbeit. Die meisten Betriebe wenden wegen der Krise Kurzarbeit an. Aber ohne unsere kompetenten Betriebsräte wäre das in den Betrieben sehr schwer möglich.“
ThyssenKrupp Gerlach
| 2010-03-19
Stellenabbau deutlich verringert
Bei ThyssenKrupp Gerlach in Homburg ist durch die Wirtschaftskrise die Auslastung seit Herbst 2008 erheblich eingebrochen. Bereits im September 2009 forderte die Geschäftsleitung einen radikalen Personalabbau. 353 Arbeitsplätze von 888 sollten gestrichen werden, 182 Kündigungen sollten erfolgen.
Seither verhandelten Betriebsrat und IG Metall über einen Sozialplan und Interessenausgleich. Die Arbeitnehmervertreter forderten auf Kurzarbeit zu setzen und die konjunkturelle Entwicklung abzuwarten, um Kündigungen zu vermeiden.
Auf Betreiben der Geschäftsführung fanden zur Durchsetzung des Personalabbaus im Januar und Februar 2010 Schlichtungsgespräche in einer Einigungsstelle statt. Betriebsrat und IG Metall konnten erreichen, dass der ursprünglich beabsichtigte Personalabbau deutlich verringert wird. Statt 353 werden 278 Arbeitsplätze abgebaut. Auch die Anzahl der Kündigungen konnte deutlich reduziert werden. Waren im September noch 182 von einer Kündigung bedroht, konnte diese Zahl auf 60 Mitarbeiter reduziert werden.
Der vereinbarte Sozialplan regelt insgesamt Ansprüche der Mitarbeiter von 24 Millionen Euro. Inhalte sind u. a. Abfindungsregelungen, ein Vorruhestandsmodell für insgesamt 153 Arbeitnehmer und eine zwölfmonatige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Ralf Reinstädtler, 2. Bevollmächtigter und verantwortlich für die Verhandlungen bei Gerlach: „ Das was Betriebsrat und IG Metall erreichen konnten, ist nur die zweitbeste Lösung. Richtig wäre es gewesen alle Mitarbeiter bis zum Jahresende an Bord zu halten. Leider konnten wir uns damit nicht durchsetzen. Immerhin konnten der Beginn des Personalabbaus um sechs Monate verschoben und der Stellenabbau deutlich reduziert werden.“
Vielfältige Kultur statt braunem Einerlei
| 2010-03-19
Bündnis Buntes Zweibrücken mobilisiert erfolgreich gegen den Naziaufmarsch und setzt eigene Akzente
Am 13. März demonstrierten rund 500 Bürgerinnen und Bürger Zweibrückens friedlich gegen einen Naziaufmarsch. Aufgerufen hatte das breite demokratische Bündnis „Buntes Zweibrücken“, an der auch die IG Metall beteiligt ist.
„Das Motto der Kundgebung sollte eine bunte und vielfältige Kultur statt braunem Einerlei sein“, bestätigt Mark Seeger, IG Metall Sekretär. Deshalb setzen wir auf Kultur für Demokratie und Courage. Die Demokratie muss gestärkt und den Nazis entschlossen entgegen getreten werden.“
Werner Cappel in seinem Redebeitrag: „Die gute Arbeit des Bündnisses trägt Früchte. Viele beteiligen sich, vor allem auch viele Jugendliche. Ihr Engagement macht uns Mut für die Zukunft.“
Aktuelles von Gerlach
| 2010-03-18
Geplante Kündigungen werden teilweise zurückgenommen!
Als einzige Firma in der Region hat Gerlach bisher betriebsbedingte Kündigungen wegen der Wirtschaftskrise angekündigt. Zuerst stand der Abbau von etwa 350 Arbeitsplätzen im Raum, praktisch ein Drittel der Belegschaft.
Seit der Ankündigung des Personalabbaus im September kam es zu langen und schwierigen Verhandlungen von Betriebsrat und IG Metall mit den Arbeitgebern von Thyssen-KruppGerlach. Aktuell findet ein Einigungsstellenverfahren statt.
Auf die Initiative von Betriebsrat und IG Metall konnte der Umfang des Personalabbaus deutlich verringert werden. Ein Teil der ursprünglich geplanten Kündigungen wird nicht erfolgen. Ende Februar sollen Einzelheiten in einem Interessenausgleich geregelt werden.
DGB Rechtsschutz auch in 2009 erfolgreich
| 2010-03-18
Über eine Million Euro erstritten
IG Metall Mitglieder, die um ihr Recht streiten müssen, werden vom DGB Rechtsschutz vertreten. Das ist oft schon im Vorfeld von Gerichtsverfahren der Fall. Wird beispielsweise der Antrag auf Arbeitslosengeld, Erwerbsminderungsrente oder Feststellung der Schwerbehinderung abgelehnt, kommt es in der Regel zum Widerspruchsverfahren. Oft ist allerdings auch der Gang zum Arbeits- oder Sozialgericht unausweichlich.
Der DGB Rechtsschutz mit Sitz in Pirmasens konnte in 2009 im Arbeitsrecht 525.830,00 €, im Sozialrecht 481.386,00 € als insgesamt über 1 Million Euro für 431 Mitglieder im Bereich der IG Metall Homburg-Saarpfalz erstreiten. Im Arbeitsrecht geht es insbesondere um Klagen gegen Kündigungen oder auf Zahlung ausstehender Vergütungen.
Auch Abmahnungen und Zeugnisse sind Gegenstand von Klagen. Auch im sogenannten kollektiven Arbeitsrecht ist der DGB Rechtsschutz sehr aktiv. Dort führt er regelmäßig auch Gerichtsverfahren für Betriebsräte.
Im Büro des DGB Rechtsschutzes in Primasens gibt es aktuell eine Personalveränderung. Die Arbeit von MartinBauer wird durch den Rechtssekretär Jean-Baptiste Abel fortgeführt.
Kultur für Demokratie und Courage - Veranstaltung gegen den Naziaufmarsch
| 2010-02-26
Samstag, 13. März 2010, 10:00 Uhr Hallplatz, Zweibrücken
Am 13. März planen alte und neue Nazis einen Aufmarsch in Zweibrücken. Sie wollen damit angeblich an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg erinnern. Ihre eigentlichen Ziele sind jedoch ganz andere.
Demokratie stärken:
Den Nazis entschlossen entgegentreten
Die Erinnerung an den Bombenangriff auf Zweibrücken wird von Rechtsextremen missbraucht. Sie verschleiern, dass Hitlerdeutschland für das Elend des Zweiten Weltkrieges und die Vernichtung der Juden verantwortlich ist.
Keine Verfälschung der deutschen Geschichte! Wer 14. März sagt, muss an 1933 denken
Wir dürfen nicht in der Bombardierung Zweibrückens die Ursache für die Zerstörung unserer Stadt sehen. Sie liegt vielmehr im Beginn der durch breite Zustimmung der deutschen Bevölkerung erfolgten Gewaltherrschaft am 30. Januar 1933. Wir dürfen den 14. März 1945 nicht von 1933 trennen. Es waren Deutsche, die zur Gewalt griffen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bleibt mit dem deutschen Namen verbunden. Die Zerstörung der Städte Rotterdam, London so wie Warschau und Coventry und viele andere ebenfalls.
Die Zerstörung Zweibrückens ist das Resultat des deutschen Angriffkrieges
Dass Geschichte heute dazu missbraucht wird, Ressentiments, Hass und Gewalt zu schüren, ist ein Skandal!
Ein breites demokratisches Bündnis organisiert am 13. März eine Demonstration gegen den Naziaufmarsch und ihre gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Der erfolgreiche Widerstand vom 12. Februar 2010 in Dresden macht Mut.
Lasst uns Zweibrückens demokratische Lebensqualität steigern!
Jubilare haben wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen. IG Metall ehrt 620 Mitglieder im Saalbau
„Keiner unserer Erfolge wurde uns geschenkt. Wir mußten oft hart darum kämpfen. Ihr - die Jubilare - habt mit dafür gestritten.“
Mit diesen Worten eröffnete Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, die Jubilarehrung 2009. Die Veranstaltung fand am 10. Oktober im Homburger Kulturzentrum Saalbau statt. Unter den 620 Jubilaren fanden sich 22, die für 60 Jahre Mitgliedschaft, 53 Jubilare für 50, 200 für 40 und 345, die für 25-jahriges Jubiläum geehrt wurden.
Von Lifestyle bis Hatecrime
Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum
Mit der Veranstaltung "Von LifeStyle bis Hate-Crime Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum" trägt das BIFOR aktuellen Entwicklungen im rechtsradikalen Lager Rechnung:
Während das Bild des rechtsradikalen Skinheads zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet, taucht andererseits eine wahre Flut neuer Kleidungsstile und Symboliken der politischen Rechten auf. Die Folge ist, dass Rechtradikale in vielen Fällen nicht mehr als solche erkennbar sind. Selbst Profis aus der Jugendarbeit sind zunehmend mit dem Problem konfrontiert, die Selbstetikettierungen der Jugendlichen zu verwechseln. Gerade die dynamische Veränderung der Kommunikationsmittel Kleidung und Symbole gibt jedoch Auskunft über weitergehende gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Wer dem "neuen Rechtsradikalismus" mit Gegenstrategien erfolgreich entgegen treten will, muss deshalb dessen Symbolik durchschauen.
Veranstaltung: Von Lifestyle bis Hatecrime 17. Nov. 2009 – 19:00Uhr - Zweibrücken – Volkshochschule (vhs)
Besetzungen, Streiks und demnächst Blockaden – Forderungen aber noch unerfüllt
Der Bildungsstreik ist ein bundesweiter Protest gegen aktuelle Missstände und strukturelle Probleme unseres Bildungssystems.
In den kommenden Wochen und Monaten werden StudentInnen, SchülerInnen und Auszubildende mit vielfältigen Aktionsformen ihren Protest zum Ausdruck bringen und Alternativen zur aktuellen Bildungspolitik aufzeigen. Sie werden Bildungseinrichtungen bestreiken, da es ihnen unverantwortlich erscheint, weiter in der derzeitigen Form zu lernen. Wir werden sie dabei unterstützen, denn Bildung geht alle an.
Termine: 17. November 2009: Bundesweit dezentrale • Bildungsstreik – Demonstrationen von Studierenden, SchülerInnen, Auszubildenden und anderen gesellschaftlichen Gruppen 24. November: Demo zur Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig 30. November – 6. Dezember: Aktionswoche • mit inhaltlichen Veranstaltungen und regionalen Bildungsgipfeln 10. Dezember: Blockade und Demo anlässlich • der Kultusministerkonferenz in Bonn.
Mahnwache für die Opfer von Nationalsozialismus und Rechter Gewalt - Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus!
| 2009-11-13
Braune Horden wollen die Geschichte missbrauchen
Am Samstag, den 14. November, findet von 10:00 bis 12:30 Uhr in der Zweibrücker Hauptstraße, Nähe Alexandersplatz, eine Mahnwache für die Opfer von Nationalsozialismus und Rechter Gewalt statt.
Sie ist eine Reaktion auf das "Heldengedenken" des "Nationalen Widerstands", das für 11:00Uhr auf dem Schlossplatz angemeldet ist. Statt sich mit der unheilvollen Geschichte des Nationalsozialismus auseinander zu setzen, beleben die Neonazis hier den Mythos von heldenhaften Soldaten und von Opfer und Selbstaufopferung neu. Denn zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie ist die Selbstdarstellung als friedliebende Gemeinschaft, die sich gegen Bedrohung und Angriff von außen zur Wehr hätte setzen müssen und der ein Krieg aufgezwungen worden sei. Das "Heldengedenken" bezieht diejenigen ausdrücklich ein, die am Vernichtungsfeldzug in Osteuropa und an den unzähligen Verbrechen der Wehrmacht beteiligt waren und stilisiert somit Täter zu Opfern.
Bei der Mahnwache des Bunten Zweibrücken werden Namen und Schicksale von Menschen dargestellt, die im Nationalsozialismus verfolgt und vernichtet wurden oder die in jüngerer Zeit Opfer rechtsextremer Gewalt geworden sind.
WDI in Schieflage. Kolleginnen und Kollegen fragen sich besorgt:
Wie geht’s weiter?
| 2009-11-04
Gesamtbetriebsrat verhandelt Restrukturierungspläne mit Unternehmensleitung und kämpft um eine Standort- und Beschäftigungssicherung.
Das Unternehmen ist durch gravierende Auftragseinbrüche in einer gefährlichen Schieflage. Die aktuelle Wirtschaftskrise verschärft die Situation. Dem Gesamtbetriebsrat (GBR) wurde ein Restrukturierungskonzept und Refinanzierungsprogramm vorgelegt. Ausgearbeitet von der Unternehmensberatung „Roland Berger“, sieht dieses einen gravierenden Arbeitsplatzabbau und Standortschließungen vor. Zusätzlich sollen die Beschäftigten auf tarifvertragliche Leistungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten.
Zur Überprüfung der Unternehmenspläne hat der GBR einstimmig und unter Beteiligung aller Standorte beschlossen, das INFO-Institut Köln mit der Überprüfung des Restrukturierungskonzepts und der beantragten Tarifabweichung zu beauftragen.
Das INFO-Institut legte dem GBR ein Gutachten vor, auf dessen Grundlage Gespräche mit der Geschäftsleitung aufgenommen wurden. Zwar befände sich das Unternehmen aufgrund der aktuellen Auftragseinbrüche in einer schwierigen Situation, aber bereits ab 2010 rechne die Unternehmensgruppe wieder mit einer positiven Entwicklung.
RechtsRock ...von A wie Absurd bis Z wie Zyklon D - 15. Oktober 2009
Mit einer Analyse der deutschen RechtsRock-Szene beginnt das Bündnis „Für ein Buntes Zweibrücken“ am kommenden Donnerstag, 15. Oktober 2009, seine Vortragsreihe zum Themenfeld Rechtsextremismus. In den weiteren Veranstaltungen geht es um Symbole, Codes und Lifestyle der Rechtsextremen, um die „Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)“ und um die Geschichte, Funktion und Entwicklung von Naziaufmärschen. Die Vorträge finden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule in deren Räumen statt.
Der Schwerpunkt des ersten Vortrags, der am Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 19 Uhr im Physiksaal der Berufsbildenden Schule/Volkshochschule an der Johann Schwebel-Straße 1 stattfindet, liegt beim Thema RechtsRock.
Die Musikrichtung eröffnet die Möglichkeit, reaktionäres Denken und Antimoral in eine rebellische Identität zu verpacken. RechtsRock ist Teil der Popkultur und einer Spaßgesellschaft, in der selbst offener Rassismus und Antisemitismus von Bands wie "Landser" und "Zillertaler Türkenjäger" zum running gag auf Schulausflügen und Stammtischrunden wird.
Die Veranstaltung liefert einen Überblick über die verschiedenen Sparten rechter Rockmusik in Deutschland. Der Begriff des RechtsRock bleibt dabei nicht auf neonazistische Bands beschränkt, sondern wird genauer gefasst: Als eine Sammelbezeichnung für Rockmusik, die anti-emanzipatorische und reaktionäre Denkmuster offenbart und die sich zum Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus öffnet.
Ohne Verallgemeinerung wird der Bogen geschlagen vom "White Noise" der neonazistischen Skinheadszene über die extrem rechten Strömungen im Dark-Wave, Neofolk und Black Metal bis hin zu den ästhetischen Inszenierungen der "Neuen Deutschen Härte", den markigen Parolen eines "nationalen HipHop" und den simplen Weltbildern der Böhsen Onkelz.
Der Referent Christian Dornbusch (* 1970) ist Soziologe und Sozialpädagoge aus Düsseldorf mit den Forschungsschwerpunkten Jugend- und Kultursoziologie sowie Rechtsextremismus. Er publiziert seit den 1990er-Jahren.
5. September: Über 1.000 Menschen aus Homburg-Saarpfalz in der Arena der Wähler
| 2009-09-07
Mehr Power für die Kraft im Alltag
„Alle die Leute hier haben die gleichen Sorgen im Betrieb, die gleichen Probleme im Alltag. Deshalb ist es nur gut heute in Frankfurt zu sein. Das gibt mir mehr Power für die Kraft im Alltag. Ich habe das Gefühl nicht alleine zu sein“, so einer der Teilnehmer aus Homburg-Saarpfalz, der sich am 5. September zusammen mit über 1.000 Menschen an der großen IG Metall „Arena der Wähler“ beteiligt hatte.
„Macht Politik für die Mehrheit der Menschen, wie unser Vorsitzender Berthold Huber das Motto ausdrückte, ist das vorrangige Ziel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – gerade jetzt in der Krise“, so Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz. „Es ist uns leicht gefallen, darüber viele Menschen anzusprechen, die uns nach Frankfurt begleiten wollen. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer formulieren unsere Anliegen in der Arena unüberhörbar und direkt an die Politik. Wir wollen, dass die Politik unsere Forderungen ernst nimmt“.
An der Arena der Wähler nahmen über 45.000 Menschen teil. In den engagierten Teilnehmerbeiträgen sowie den Reden von Berthold Huber und Detlef Wetzel wurde unser Ziel klar: Eine soziale und gerechte Gesellschaft. „Die saarländische Landtagswahl hat ein deutliches Zeichen gesetzt. An Antworten zur sozialen Gerechtigkeit kommt niemand mehr vorbei. Gerechtigkeit in Staat, in Gesellschaft und der Wirtschaft, das ist es, was den Menschen unter den Nägeln brennt“, so Ralf Reinstädtler 2. Bevollmächtigter in Homburg-Saarpfalz. „Mehr Gerechtigkeit – ein Ziel, hinter dem auch die IG Metall in vollem Umfang steht.“
Operation Übernahme
Am Vormittag des 5. September hatten bereits rund 10.000 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Frankfurter Opernplatz auf die unsicherenPerspektiven der jungen Generation aufmerksam gemacht. Mit tausenden selbst gestalteten Schildern machten die IG Metall Jugendliche deutlich, was sie sich für ihre Zukunft wünschen.
So forderte Nadine Schoch, Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei Pallmann, mit ihren aus Zweibrücken und Homburg angereisten Kollegen eine sozial gerechte Politik, die ihnen ein Einkommen zum Auskommen ermöglicht. Die Kundgebung war Teil der Kampagne "Operation Übernahme", mit der sich die IG Metall Jugend für die Übernahme von Auszubildenden kämpft. Bilder
5. September: Mit dem Sonderzug nach Frankfurt
| 2009-08-14
Gemeinsam für ein gutes Leben
Die Vorbereitungen zur Großkundgebung der IG Metall „Gemeinsam für ein Gutes Leben“ am 5. September laufen auf Hochtouren. Es sind rund 1.000 Menschen geplant, die uns begleiten.
Ab Homburg fahren wir mit dem Sonderzug nach Frankfurt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Lunchpaket.
Bundestagswahl am 27. September: Ortsvorstand der IG Metall Homburg-Saarpfalz ruft zur Wahl auf
| 2009-08-13
Geht wählen!
Unter dem einhelligen Beschluss des Ortsvorstandes der IG Metall Homburg-Saarfalz wurde ein Text verabschiedet, der im Vorfeld der saarländischen Landtagswahlen und der Bundestagswahlen an die Mitglieder verschickt wurde.
Wie die Welt ist auch Deutschland in der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegsgeschichte. Die Krise ist da, ihr Ende noch nicht in Sicht. Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die Leidtragenden der Krise.
Im Herbst sind von vielen Betrieben Entlassungen geplant, die Arbeitslosigkeit nimmt wieder zu. Unsere Arbeitnehmerhaushalte zahlen die Zeche für eine Krise, die wir nicht verursacht haben. Unsere Existenz und die Zukunft unserer Kinder sind in Gefahr. Die Politik ist jetzt in höchstem Maße verantwortlich, sie muss die Krise in den Griff bekommen. Sowohl in den Landtagen, wie auch im Bundestag müssen verstärkt Politiker und Politikerinnen sein, die unsere Interessen vertreten.
Wir haben die Wahl. Jede Stimme, die durch Nichtwahl verloren geht, ist sinnlos. Gerade jetzt in der Krise haben wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Wahl zu gehen und mit zuentscheiden. Es geht um unsere Zukunft, deshalb:
Wählt Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in den Parteien. Wählt Politikerinnen und Politiker, die unsere Interessen vertreten. Wählt demokratische Parteien, die sich für uns stark machen.
Aufatmen bei Schaeffler in Homburg
| 2009-08-12
Belegschaft trägt Sparmaßnahmen mit - IG Metall fordert Beschäftigungsbrücke
Großes Aufatmen herrschte Ende Juli im Schaeffler Werk in Homburg. Die Krise hat das Werk voll erwischt. Es sollten fast 500 Menschen ihre Arbeit verlieren, um das Sparpaket von 27,5 Millionen Euro, das das Unternehmen forderte, Genüge zu leisten.
„Wir haben wertvolle Zeit gewonnen“, so der Schaeffler-Betriebsratsvorsitzender Salvatore Vicari nach dem Abschluss eines Verhandlungsmarathons mit der Geschäftsleitung sichtlich erleichtert. „Es erfolgen keine betriebsbedingten Kündigungen bis Juni 2010. Es gibt keine tariflichen Einkommenskürzungen. Die Auszubildenden werden übernommen. Und wir haben die Grundlage für Qualifizierungsmaßnahmen gelegt.“ Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, der die Verhandlungen begleitete, sieht ein wichtiges Ziel der IG Metall erreicht: „Keine Entlassungen in 2009, das haben wir nun auch bei Schaeffler in Homburg durchsetzen können. Zu tariflichen Einkommenskürzungen wird es ebenfalls nicht kommen“. Werner Cappel forderte allerdings von der Politik Regelungen, die ein Ausscheiden älterer Arbeitnehmer erleichtert. Sollte die Krise weiter anhalten, befürchtet er, dass junge, gut qualifizierte Arbeitnehmer entlassen werden, während Ältere bis zur Rentengrenze bleiben müssen. „Deshalb ist ein Sofortprogramm Beschäftigungsbrücke, das eine Verlängerung der Altersteilzeit vorsieht, das Gebot der Stunde. Gleichzeitig sollte es ein vorzeitiges Ausscheiden ohne Rentenabschläge geben“, so Werner Cappel.
Schluß mit der Ungerechtigkeit - Wir treffen uns in Frankfurt -
| 2009-07-17
Gesicht zeigen und mit dem Sonderzug nach Frankfurt - 05. September 2009
VERTRAUENSLEUTE-WOCHENENDE IN KIRKEL
| 2009-06-21
»Auf nach Frankfurt« - Keine Entlassungen in der Krise. Jetzt gemeinsam mobilisieren für sichere Arbeitsplätze und ein gutes Leben.
Über 120 Vertrauensleute nahmen an der diesjährigen Vertrauensleute-Konferenz vom 20.-21. Juni 2009 in Kirkel teil. „In der Krise sind wir mehr denn je gefordert zu handeln“.
Mit diesen Worten begrüßte Werner Cappel die Vertrauensleute der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen stand die Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“. Dabei waren sich alle Vertrauensleute einig. Zu einem guten Leben gehört zwingend ein sicherer Arbeitsplatz. Keine Entlassungen in der Krise, die Übernahme nach der Ausbildung und kein Abbau an Ausbildungsplätzen, waren die zentralen Forderungen der Vertrauensleute.
Alex Kreutz, Vorsitzender des Vertrauensleutesausschusses der Verwaltungsstelle machte deutlich, dass sich diese Ziele nicht von alleine verwirklichen. „Diese Forderungen können wir nur durchsetzen“ erklärt Kreutz kämpferisch, „wenn sich die Arbeitnehmer auf ihre eigene Stärke besinnen. Und diese Stärke ist die Gewerkschaft“.
Berufsbildende Schule Zweibrücken erhält IG Metall-Preis
PRESSEMITTEILUNG / 19.06.2009
Berufsbildende Schule Zweibrücken erhält IG Metall-Preis
Die Berufsbildende Schule in Zweibrücken ist mit der Georg-Bernard-Plakette des IG Metall Bezirks Frankfurt ausgezeichnet worden.
Stellvertretend für die Berufsbildende Schule Zweibrücken wurden Laura Schäfer, Walter Rimbrecht und Dominik Folz(v.r.n.l.) mit der Georg-Bernard-Medaille geehrt
Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Die IG Metall würdigt damit das Engagement der Schüler und Lehrer gegen Neonazis in der Region. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Homburg/Saarpfalz, Werner Cappel, erklärte in der Laudatio, die IG Metall unterstütze die Projekte der Schule und ihr Engagement im Bündnis gegen Rechts „Buntes Zweibrücken“. Die Bürger dürften nicht zulassen, dass sich Neonazis in Zweibrücken breit machen.
Kurzarbeit und Kreditklemme lösen Krisenspirale nach unten aus
Lahnstein. Kurzarbeit und Kreditklemme sind in vielen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zur Regel geworden. Fast 60 Prozent aller Betriebe sind in Kurzarbeit. 71 Prozent der Betriebsräte geben an, dass in den Betrieben Investitionen gekürzt wurden. 22 Prozent berichten sogar von drastischen Fällen. Diese Zahlen wurden auf der Bezirkskonferenz des IG Metall Bezirks Frankfurt den rund 250 Delegierten und Teilnehmern im neusten Krisenbarometer des Bezirks vorgestellt. „Die Belegschaften geraten zunehmend in einen Schraubstock", sagte Bezirksleiter Armin Schild am Dienstag in Lahnstein.
Vor einigen Tagen kündigte Schaeffler einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen an. Mit einer Zukunftsvereinbarung zwischen IG Metall und dem Familienunternehmen wurde im Februar die Grundlage für den Dialog zur gemeinsamen Lösung von Schaeffler geschaffen. Deshalb kritisierte die IG Metall das einseitige Vorgehen des Unternehmens heftig. Es spiegele nicht den Geist der Verhandlungen vom Februar wieder, meinten IG Metall und Betriebsräte übereinstimmend.
Am 12.5.2009, hat die Geschäftsleitung dem Wirtschaftsausschuss der Schaeffler KG ihr Konzept zur Restrukturierung der Schaeffler Gruppe präsentiert. Danach sollen in der Schaeffler Gruppe in Deutschland die Personalkosten um 250 Mio. € gesenkt werden. Das entspricht 4.500 Arbeitsplätzen. Fast jeder sechste Arbeitsplatz würdewegfallen.Im Standort Homburg beträfe der Arbeitsplatzabbau 488 Stellen.
Das Unternehmen hat sich nach der Kritik an ihren Plänen auf Gespräche eingelassen. Eine Zwischenvereinbarung regelt nun, dass Verhandlungen zwischen Unternehmen, IG Metall und Betriebsrat aufgenommen werden, um betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.
IG Metall: Kurzarbeit statt Kündigungen - Schaeffler Homburg ist systemrelevant
PRESSEMITTEILUNG / 08.05.2009
IG Metall: Kurzarbeit statt Kündigungen - Schaeffler Homburg ist systemrelevant
Aus den Medien erfuhren die Mitarbeiter, die Betriebsräte und die IG Metall, dass die Schaeffler KG tausende Stellen streichen will. Diese Planungen wurden von der Geschäftsleitung bislang weder offengelegt, noch mit dem Betriebsrat beraten. Es ist weiter unklar, ob oder ggf. in welchem Umfang der Standort Homburg von dieser Entscheidung betroffen ist.
Entsprechend groß sind die Sorgen und Verunsicherung der Mitarbeiter in Homburg.
Ralf Reinstädtler, der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz kritisiert die Informationspolitik und die Entscheidung der Geschäftsleitung tausende Stellen zu streichen, „Beides ist unerträglich. Die Medien sind besser informiert als die Mitarbeiter und ihr Betriebsrat. Allein der Anstand hätte es verlangt, das Konzept vorab mit dem Betriebsrat zu beraten und die Mitarbeiter an erster Stelle zu informieren. Statt dessen mussten die Mitarbeiter aus den Medien erfahren, dass ihre Zukunft konkret bedroht ist. Entsprechend groß ist die Wut, Enttäuschung und Verunsicherung der Schaeffler Mitarbeiter.“
Informationsveranstaltung zur aktuellen Situation bei Bosch Homburg
Die IG Metall hat ihre Mitglieder am 04. Mai über die Auswirkung der Weltwirtschaftskrise und die aktuelle Situation bei Bosch informiert. Diskutiert wurden die aktuelle Beschäftigungsituation, die weitere Anwendung des Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung und die Auswirkungen der Kurzarbeit.
Vor dem Hintergrund einer möglichen Anrechnung der Arbeits- und Erfolgsprämie auf das Weihnachtsgeld 2009, haben die IG Metall Mitglieder mit großer Mehrheit für eine Verschiebung der Tariferhöhung votiert.
Nach dem eindeutigen Mitgliedervotum hat die IG Metall dem Betriebsrat empfohlen dem Antrag auf Verschiebung der Tariferhöhung auf den 1.Oktober 2009 zuzustimmen.
IG Metall Homburg-Saarpfalz startet intensive Werbeaktion
Schutz durch Solidarität
| 2009-04-22
Wer allein bleibt, steht auf verlorenem Posten – Nur gemeinsam und solidarisch durch die Krise – Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall sind im Einsatz
„Direkt auf die Leute zugehen, persönlich mit ihnen sprechen, auf ihre Fragen und Probleme eingehen, dranbleiben und immer wieder nachhaken“, so beschreibt Oliver Simon, Vertrauenskörpervorsitzender bei Bosch in Homburg die zentrale Aufgabe der intensiven Mitgliederwerbeaktion der IG Metall Homburg-Saarpfalz, die nach den Osterferien in den regionalen Betrieben gestartet wurde.
„Nur Zettel verteilen bringt nichts. Jetzt müssen wir in den Betrieben diskutieren. Wenn nicht jetzt in der Krise, wann dann?“, bestätigt Alex Kreutz, Vorsitzender des Vertrauenskörperausschusses der IG Metall Homburg-Saarpfalz und ergänzt: „Uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trifft die Krise am Härtesten. Wir sollen die Zeche für eine Krise zahlen, an der wir nicht schuld sind. Das kommt nicht in die Tüte. Nur mit einer starken IG Metall können wir uns gegen die negativen Folgen der Krise wehren. Deshalb brauchen wir gerade jetzt noch mehr Mitglieder.“
Werner Cappel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, stellt klar: „Unsere IG Metall ist in der Region gut aufgestellt. Aber wir dürfen uns auf keinen Fall auf unseren Lorbeeren ausruhen. Das wäre jetzt in der Krise ein unverzeihlicher Fehler. Wir stehen erst am Anfang einer schweren Weltwirtschaftskrise mit einem Ausmaß, das noch niemand von uns erlebt hat. Harte Zeiten kommen auf uns zu. Wir wissen aber auch aus unserer Erfahrung, dass wir nur gemeinsam und solidarisch durch diese Krise kommen.
Alle Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall sind jetzt gefordert, aktiv neue Mitglieder zu werben. Unsere Mitgliederwerbeaktion kann aber nicht die Aufgabe von einigen Wenigen sein – jede Kollegin und jeder Kollege wird zur Unterstützung gebraucht. Sprecht mit den Unentschlossenen in den Betrieben, überzeugt die Unorganisierten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Mitglied zu werden! Unser Schutzschirm heißt IG Metall. Wer alleine bleibt, steht auf verlorenem Posten.“
„You’ll Never Work Alone!“ steht auf dem Schal der IG Metall-Jugend, den sich der Betriebsrats- und Vertrauenskörpervorsitzender bei Terex Demag in Zweibrücken Edi Glas umgehängt hat. Er grinst: „Zur Jugend zähle ich leider nicht mehr, dennoch stimmt der Slogan zu 100 Prozent. Er drückt modern aus, was für uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon immer gilt: „Solidarität ist unser Schutz.“
Wirtschaftskrise: Sorge um Existenz, um Familie und Kinder
| 2009-04-15
Nur gemeinsam durch die Krise
Die Wirtschaftskrise verschärft sich Tag für Tag. Uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trifft die Krise am Härtesten.
Die meisten der befristet Beschäftigten und die Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit sind schon arbeitslos geworden. Flächendeckend gibt es Kurzarbeit – auch bei Bosch und Bosch Rexroth.
Kurzarbeit ist besser als Entlassungen, aber wir haben dadurch bis zu 500 Euro weniger in der Tasche. Wir sollen die Zeche für die Krise zahlen. Unsere Arbeitsplätze, unsere Existenzen, die Zukunft unserer Familien und Kinder sind bedroht.
Die aktuelle Weltwirtschaftskrise zeigt ganz klar:
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen brauchen den Schutz durch eine Mitgliedschaft in der IG Metall.
Du bist nicht allein, sondern in einer starken, solidarischen Gewerkschaft. Du wirst informiert über deine Rechte und Ansprüche. Du wirst unterstützt, durch die IG Metall vor Ort, durch deine Kolleginnen und Kollegen der IG Metall im Betrieb, durch die Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall. Du hast Rechtsschutz und rechtlichen Beistand bei allen Fragen zum Sozial- und Arbeitsrecht. Du hast weitere Vorteile, wie z.B. eine Freizeitunfallversicherung.
Befragung - Der Mensch gehört in den Mittelpunkt des politischen Handelns.
Und das meinen wir im wahrsten Sinne des Wortes. Sie bestimmen mit, wenn es um ein Gutes Leben geht. Unter dem Motto "Deine Stimme für ein Gutes Leben" starten wir die größte Befragung in Deutschland. Wir wollen wissen, was die Menschen in Deutschland überhaupt denken und fordern, wenn es darum geht, ein Gutes Leben zu führen.
CASAR in Kirkel-Limbach: Rücknahme der Entlassungen gefordert
| 2009-03-24
Starkes Signal der Solidarität
„Kurzarbeit statt Entlassungen“ und „Rücknahme der Kündigungen bei CASAR“ oder „Kündigungen zerstören Familienglück“ stand auf den Plakaten einer Kundgebung zu lesen, die am Nachmittag des 19. März im saarländischen Kirkel-Limbach stattfand.
Rund 400 Metallerinnen und Metaller waren gekommen, um ihre Solidarität mit 21 Kollegen zu demonstrieren, die am 13. März ihre Kündigung erhalten hatten. Die Entlassenen mit ihren Familien und Kindern wurden umringt von 150 Beschäftigten der Frühschicht und 250 Vertrauensleuten der IG Metall, die aus der ganzen Region angereist und dem Aufruf der IG Metall Homburg-Saarpfalz gefolgt waren. Betriebsrat und IG Metall bewerteten die Aktion als„ein starkes Signal der Solidarität“.
In dem Traditionsunternehmen CASAR werden von rund 400 Beschäftigten Spezialdrahtseile hergestellt. Seit der Übernahme durch den amerikanischen Konzern Wireco Group im Jahr 2007 „gibt es Ärger am laufenden Band“, empörte sich der Betriebsratsvorsitzende Hans Paltz in seiner Rede. Unter anderem hatte das Management versucht die Tarifbindung zu verlassen, was durch die IG Metall Homburg-Saarpfalz und den Betriebsrat allerdings verhindert werden konnte. Hans Paltz: „Die Entlassung der 21 Kollegen ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich unter dem neuen Management eine unsoziale, ungerechte Haltung breitmacht.“
Drahtseilwerke CASAR in Limbach entlässt 21 Beschäftigte.
Sorge bei den Betroffenen um Existenz, um Familie und Kinder.
| 2009-03-15
IG Metall fordert: Kurzarbeit statt Entlassungen!
Entlassungen bei CASAR sofort zurücknehmen!
Kein schönes Wochenende haben die 21 Kollegen hinter sich, denen am letzten Freitag gekündigt wurde. Sie fragen sich: Wie geht es jetzt weiter?
„Wir können ihre Zukunftssorgen nur zu gut verstehen. Unser Mitgefühl ist bei den Betroffenen und ihren Familien. Aber Mitgefühl reicht nicht. Jetzt sind Solidarität und Aktion angesagt “, sagte unser Betriebsratsvorsitzender Hans Paltz und an die Adresse der Entlassenen:
„Wir lassen euch nicht im Regen stehen. Ihr gehört zu uns.“ Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz bekräftigt: „Betriebsrat und IG Metall werden die Entlassungen nicht hinnehmen. Mitarbeiter, die zum Teil seit Jahren bei CASAR sind, kann man nicht einfach auf die Strasse setzen. Das ist nicht gerecht. Kurzarbeit ist besser als Entlassungen.“
21 Beschäftigte der CASAR Drahtseilwerke in Limbach haben heute ihre Kündigung erhalten. Die Betroffenen und ihre Familien sind geschockt und fürchten um ihre Existenz.
Das Unternehmen mit rund 400 Beschäftigten, das zu dem amerikanischen Konzern Wireco Group gehört, hat zwar aktuell einen Auftragsrückgang zu verzeichnen, ist aber aufgrund des großen wirtschaftlichen Erfolgs in den letzten Jahren äußerst stabil aufgestellt. Betriebsrat und IG Metall zeigten sich enttäuscht darüber, dass die Geschäftsführung nicht zu Kurzarbeit greift, um dadurch die Entlassung von teilweise langjährig beschäftigten Mitarbeitern zu vermeiden. Die Gewerkschaft kündigt eine Kundgebung vor dem Betriebsgelände an, die am 19. März stattfinden wird.
IG Metall ruft zur Demonstration gegen NPD und Neonazis auf
PRESSEMITTEILUNG / 12.03.2009
IG Metall ruft zur Demonstration gegen NPD und Neonazis auf
Keine Toleranz für Nazis
Am 14. März planen NPD und andere Rechtsextremisten einen Aufmarsch in Zweibrücken. Ein breites, demokratisches Bündnis organisiert eine Gegendemonstration. Auch die IG Metall Homburg-Saarpfalz ruft ihre Mitglieder dazu auf sich an der Demonstration „Für Demokratie, Toleranz und Menschenrecht in einem bunten Zweibrücken“ zu beteiligen.
Für Demokratie, Toleranz und Menschenrecht in einem bunten Zweibrücken
Gerade für uns als Gewerkschafter, die zu den ersten Verfolgten des Nazis gehörten, gilt es an die richtigen Schlüsse aus der deutschen Geschichte zu erinnern, die da heißen:
Bundesweiter Aufruf für den 28. März
WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE!
| 2009-03-06
FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT!
Die kapitalistische Krise…
…kommt 2009 im Alltag vieler Menschen an. Sie ist nicht nur ein Problem fehlender Regeln für Banken - diese Krise heisst Kapitalismus und hat viele Gesichter: Armut, Hunger, Klimakatastrophe, Kriege um den Zugang zu Rohstoffen, Finanzmarkt-Crash und Wirtschaftskrise.
Wir wollen, dass die Verursacher und Profiteure der Krise zur Kasse gebeten werden! Wir werden nicht hinnehmen, dass die Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentnerinnen, Schülerinnen, Studierenden und die Menschen im globalen Süden die Zeche zahlen!
Am 28. März demonstrieren wir für eine solidarische Gesellschaft und grundlegende Veränderungen der Wirtschaft.
Wir wollen eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft und deren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen statt an Profiten. Sofortige Enteignung und Vergesellschaftung der Banken statt Verstaatlichung der Verluste! Soziale Sicherheit für alle weltweit statt Sicherung der Profite!
Der Zwang zu ständigem Wirtschaftswachstum, Konkurrenz und Profiterzeugung steht einer Gestaltung der Wirtschaft nach sozialen und ökologischen Zielen entgegen. Wir brauchen Alternativen jenseits des Kapitalismus – so wie es ist, bleibt es nicht.
Katastrophe Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise:
Läuft trotzdem Alles weiter so wie bisher?
| 2009-03-05
Sollen nur wir die Zeche zahlen?
Die Wirtschaft ist in einer schweren Krise, ihr Ende noch lange nicht in Sicht. Auch unsere Region ist stark betroffen, besonders die Zulieferbetriebe der Automobilindustrie.
Viele Menschen sind schon in Kurzarbeit, machen sich ernste Sorgen – um ihren Arbeitsplatz, um ihre Existenz, um die Zukunft ihrer Familien und Kinder. Viele sind wütend und fragen sich: Sollen wieder einmal nur wir die Zeche zahlen für eine Krise, an der wir nicht schuld sind?
Schaeffler in Schieflage. Kolleginnen und Kollegen fragen sich besorgt: Wie geht’s weiter?
| 2009-02-19
Schaeffler hat sich mit der Übernahme von Continental finanziell übernommen. Die aktuelle Wirtschaftskrise verschärft die Situation.
Das Unternehmen ist in einer gefährlichen Schieflage und bittet um staatliche Hilfe, tagtäglich wird darüber in den Medien berichtet.
Von der kritischen Situation des Unternehmens sind weltweit 220.000, in Deutschland 80.000 Arbeitsplätze betroffen. Auch die rund 2.500 Kolleginnen und Kollegen am Standort Homburg machen sich große Sorgen um ihre Zukunft, um die Existenz ihrer Familien. Auf zwei Versammlungen der IG Metall Mitglieder bei Schaeffler Homburg wollen wir Euch über die aktuelle Lage informieren und mit Euch darüber diskutieren.
Kommt zu unseren Mitgliederversammlungen:
26. Februar, 15.00 Uhr, Ort: Hotel Hochwiesmühle, Bexbach 3. März, 15.00 Uhr, Ort: Bildungszentrum der AK, Kirkel
Die Themen: • Aktuelle Lage des Unternehmens • Die möglichen Folgen für uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer • Antrag des Unternehmens auf Verschiebung der Tariferhöhung zum 1. Mai 2009
Nach insgesamt 21 Tagen Kurzarbeit zahlen die Mitglieder der IG Metall einen Monat lang nur 1,53 Euro Beitrag.
“Damit kommen wir den Betroffenen und ihren Familien entgegen, die wegen Kurzarbeit an Einkommen verlieren und jetzt mit jedem Euro rechnen müssen“, erläutert Ralf Reinstädtler, 2. Bevollmächtigte der IG Metall HomburgSaarpfalz, die zeitlich begrenzte Beitragssenkung. Wer – zum Beispiel – von Januar bis März insgesamt 21 Tage kurz arbeiten musste, zahlt im April nur 1,53 Euro. Wenn mehr Tage zusammen kommen, verfallen diese Überhangtage nicht, sondern werden bei der nächsten Berechnung dazugezählt.
Weniger Einkommen durch Kurzarbeit – Besonders Familien davon betroffen – Aus für Befristete und Leiharbeiter – Schon 770 Arbeitsplätze in der Region verloren
„Kurzarbeit nimmt dramatisch zu, Stellen werden abgebaut. 800 Arbeitsplätze in der Region sind seit September 2008 schon weg. Das trifft vor allem Beschäftigte, die nur mit befristeten Arbeitsverträgen oder in Leiharbeit tätig waren. Diese Kolleginnen und Kollegen sind die ersten Opfer der Krise“, kommentiert der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Homburg Saarpfalz Werner Cappel, eine erste Zwischenbilanz der Krisenfolgen für die Metallbetriebe der Region.
Nachdem der langjährige Betriebsratzvorsitzende Peter Lauer aus Altersgründen von seinem Amt zurücktrat, wurde Salvatore Vicari am 14. Januar zum neuen Vorsitzenden des Betriebsrates der Schaeffler KG gewählt.
Der erfahrene IG Metaller führte schon seit drei Jahren den stellvertretenden Vorsitz und ist insgesamt seit 14 Jahren Betriebsratsmitglied. Der 42jährige Maschinenbautechniker Salvatore Vicari ist seit 20 Jahren bei Schaeffler beschäftigt und hat sich durch ein Studium bei der AFAS zum Diplom-Betriebswirt Personal- und Sozialwesen qualifiziert. Seit 27 Jahren Mitglied der IG Metall war er lange Jahre Vorsitzender des Vertrauenskörpers bei Schaeffler. Salvatore Vicari ist auch Mitglied des Ortsvorstandes der IG Metall Homburg-Saarpfalz, der Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie in der Mittelgruppe, sowie ehrenamtlicher Arbeitsrichter in Neunkirchen.
Bild: Salvatore Vicari mit Kollegin Marion Batz beim Aktionstag in Zweibrücken
Bestes Ergebnis seit fünf Jahren – IG Metall Homburg-Saarpfalz verzeichnet deutlichen Mitgliederzuwachs – Rund 90 Prozent aller neuen Auszubildenden als Mitglieder gewonnen.
Anfang Januar stand es schwarz auf weiß fest. Nach einer stabilen Mitgliederentwicklung in den letzten Jahren hat die IG Metall Homburg-Saarpfalz 2008 deutlich zugelegt. Gegenüber dem Ergebnis von 2007 sind unter dem Strich 181 mehr Kolleginnen und Kollegen Mitglied der IG Metall Homburg-Saarpfalz, die zum Stand vom 31. Dezember 2008 insgesamt 15.774 Mitglieder verzeichnete.
Die Interessenvertretung durch unsere IG Metall zahlt sich aus
Zwei Mal sattes Plus im Geldbeutel
| 2008-12-12
John Deere und ThyssenKrupp Gerlach: Zwei Erfolgsbeispiele in unserer Region
Gute Nachrichten gibt es für die Kolleginnen und Kollegen bei John Deere in Zweibrücken und bei ThyssenKrupp Gerlach in Homburg.
Durch Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der John Deere Werke für das Jahr 2008 einen Rekordbonus von acht Prozent, was durchschnittlich einer Summe von rund 3.000,- Euro entspricht. Dazu kommen die 510.- Euro Einmalzahlung aus dem Tarifergebnis 2008 in der Metall- und Elektroindustrie. Auch die Kolleginnen und Kollegen bei ThyssenKrupp Gerlach können sich freuen. Im Durchschnitt fast 5.000,- Euro zusätzlich erhalten sie in drei Monaten durch die Tariferfolge der IG Metall zusätzlich. Weihnachtsgeld, Ergebnisbeteiligung, Sanierungstarifver-trag und Einmalzahlung aus dem Tarifabschluss 2008 zeigen eindeutig: Es lohnt sich Mitglied der IG Metall zu sein. Auch für die Kaufkraft in der Region sind diese Erfolge von Vorteil. „Da bleibt gutes Geld hängen“, kommentiert Ralf Reinstädtler, der die Verträge mit beiden Unternehmen mit ausgehandelt hat.
IG Metall schlägt Programm zur Stabilisierung von Konjunktur und Beschäftigung vor
| 2008-12-11
7-Punkte-Programm zur Sicherung von Arbeitsplätzen
Angesichts der drohenden wirtschaftlichen Krise im kommenden Jahr hat die IG Metall am Donnerstag ein 7-Punkte-Programm zur Sicherung von Arbeitsplätzen, der kurzfristigen Stabilisierung der Konjunktur sowie für langfristige Zukunftsinvestitionen vorgelegt.
"Wir müssen schnell, gezielt und mutig gegen die Krise ansteuern", sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, in Frankfurt bei der Vorstellung des Programms. Die Politik müsse dokumentieren, dass sie verantwortlich handele und nicht unverantwortlich abwarte. "Unser aller Ziel muss es sein: In 2009 darf es keine Entlassungen geben", betonte Huber. "Niemand darf sich verstecken, es ist möglich dieses Ziel zu erreichen." Er forderte die Arbeitgeber auf, die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik und der Tarifverträge anzuwenden, um betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen.
Die Kunst, den Hexenmeister zu zähmen Ist der globale Kapitalismus doch der "Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er selbst heraufbeschwor", wie Friedrich Engels und Karl Marx prophezeiten? Für Michael Müller kommen erstmals in der modernen Wirtschaftsgeschichte vier Krisen zusammen: Finanzcrash, Rohstoffverknappung, Klimawandel und explodierende Lebensmittelpreise. Link zum Artikel
Tribunal für Spekulanten Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler fordert Strafen für Wetten auf Nahrungsmittel und warnt vor den Folgen der Finanzkrise für die armen Regionen der Welt. Link zum Artikel
Chancen eines Neuanfangs vertan "Beim Schnüren des Rettungspaketes saßen die Brandstifter am Steuer des Löschzugs" sagt der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach in einem Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 22. Oktober 2008. Link zum Artikel
Faules System der Finanzmärkte Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung sprach mit dem Wirtschaftswissenschaftler Heinz-J. Bontrup über die Finanzkrise und ihre Folgen: Link zum Artikel
Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Realwirtschaft Eine Stellungnahme des DGB
Jubilarenehrung 2008
| 2008-10-20
15280 Mitgliedsjahre geehrt - Jubilare haben wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen. IG Metall ehrt 428 Mitglieder im Saalbau
"Keiner unserer Erfolge wurde uns geschenkt. Wir mußten oft hart darum kämpfen. Ihr - die Jubilare - habt mit dafür gestritten."
Mit diesen Worten eröffnetete Werner Cappel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz, feierlich die Jubilahrehrung. Die diesjährige Jubilarehrung fand im Homburger Kulturzentrum Saalbau statt. Unter den 431 Jubilaren fanden sich 31 die für 60 Jahre (siehe Bild) Mitgliedschaft, 60 Jubilare für 50, 133 für 40 und 204 für 25 geehrt wurden.
In seiner Festrede geißelte Cappel die Finanzmarktkrise als Ergebnis eines ungezügelten Kapitalismus, der nur auf Profit ausgerichtet ist und beschrieb, die sich daraus ergebenen Herausforderungen für die kommende Tarifrunde. Dabei verwies er auf die Notwendigkeit eines hohen Lohnabschlusses und damit einer Stärkung der Binnennachfrage, die die beste Konjunkturpolitik sei. Umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Musikverein Limbach.
Jubilare werden für ihre 60 jährige Mitgliedschaft geehrt
Hinweis: Jubilare, die an der Ehrung nicht teilnahmen, können sich ihr Geschenk in der Verwaltungsstelle, Talstr. 36 in Homburg abholen.
Deutscher Arbeitsgerichtsverband e. V.
10. Landestagung Saarland
Deutscher Arbeitsgerichtsverband e. V.
23.10.2008, 10.00 Uhr Congresshalle Saarbrücken (Saal Ost), Hafenstraße 12, 66111 Saarbrücken Themen: „Zu Risiken und Nebenwirkungen im Kündigungsschutzprozess" Referent: Prof. Dr. Stephan Weth, Universität des Saarlandes
Nachmittags Impulsreferate mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitnehmerüberlassung - Chancen und Risiken"
Gute Stimmung unter unseren Vertrauensleuten am 30. August
| 2008-09-15
Zauberhaftes Sommerfest in Kirkel
Unser Nachwuchs war begeistert. Besonders vom Zauberer, der im Rahmen des Kinderprogramms seinen Auftritt hatte. Auch ein Zauberer ist mal „abgebrannt“, was sich an seinem brennenden Geldbeutel zeigte. Um das Problem zu beheben, zauberte er sich schnell aus Papierstückchen die notwendigen Euroscheine. Das klappt leider nur im Zauberland. Wir müssen uns gemeinsam für unsere Tarife einsetzten. Und das geht auch mit viel Kreativität, wie an der Fotostation zu sehen war. Dort malten die Vertrauensleute ihre Forderungen für die Tarifbewegung 2008 als Sprechblasen auf und ließen sich dann von unserem Team fotografieren. Der Andrang bei dieser Aktion war erwartungsgemäß sehr hoch. Mit Tombola und Musik war für die Unterhaltung, mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt. Die Sonne spielte auch mit. Gute Laune hatten unsere Vertrauensleute und ihre Familien sowieso mit-gebracht. Zufrieden gingen alle am späten Samstagnachmittag nach Hause - ein rundum gelungenes Sommerfest!
Kongress und Ausstellung
Sicherheit und Gesundheit - für eine neue Qualität der Arbeit!
| 2008-08-06
10 Jahre Gesundes Arbeiten - unser Ziel! Gesundheitsnetz Sa+arland
„Sicherheit und Gesundheit – für eine neue Qualität der Arbeit!“ unter diesem Motto zur betrieblichen Gesundheitspolitik steht die zehnte gemeinsame Veranstaltung des Gesundheitsnetzes der saarländischen IG Metall-Verwaltungsstellen und der Arbeitskammer des Saarlandes.
Anhaltende Deregulierungen der betrieblichen Rahmenbedingungen und die Flexibilisierung der Arbeit brachten tiefgreifende Veränderungen. Die Leistungs-Anforderungen sind gestiegen.
Die Gesundheit gerät immer mehr unter Druck. Vor allem die psychischen Belastungen durch Arbeitsverdichtung und Stress haben ebenso zugenommen wie prekäre Formen der Beschäftigung wie z.B. die Leiharbeit und die Belastungen durch zunehmende Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit.
Daher sind dringend neue Ansätze zu einer wirksamen und qualitativen Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gefordert. Denn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erreichen auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen das normale Rentenalter nicht.
Vor dem Hintergrund der alternden Belegschaften muss es daher unser Ziel sein, die Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten und sozialverträgliche Übergänge sicherzustellen. Qualitätsarbeit setzt eine gute Arbeitsqualität – gute Arbeit! – voraus.
564 Befristete bei BOSCH als politische Verschiebemasse?
Pressemitteilung / 05.08.2008
Was soll das?
Widersprüche noch und noch um die Arbeitsplätze bei Bosch am Standort Homburg.
Laut BILD vom 05.08.2008 will das Unternehmen neue Jobs schaffen. Von der Geschäftsführung wird die aktuelle Situation allerdings ganz anders dargestellt – für die IG Metall stellt sie sich mehr als widersprüchlich dar.
Aktuell arbeiten bei der Robert BOSCH GmbH 430 Menschen, die dort nur befristete beschäftigt sind und deren „Verträge … nicht verlängert werden können“ (aus einem Schreiben des Personalvorstandes der BOSCH GROUP am 31.07.08).
Beim Homburger Standort der BOSCH Rexroth AG sind es zurzeit 134 Befristete. Bei 53 von ihnen laufen im Herbst die Verträge aus. Aktuell fordert der dortige Betriebsrat die Übernahme dieser Betroffenen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Hier stellt sich die Geschäftsführung quer und will allenfalls vier Mitarbeiter, so genannte „besondere Härtefälle“ übernehmen.
Bei BOSCH in Homburg bangen damit 564 Betroffene und ihre Familien um ihre Existenz. Teilweise wurden sie schon zwischen der BOSCH GmbH und BOSCH Rexroth hin und her geschoben, weil ein befristetes Arbeitsverhältnis maximal zwei Jahre dauern darf.
BOREXdirekt - 53 Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien bangen um die Existenz
| 2008-08-01
Befristete auf dem Verschiebebahnhof
Eine paradoxe Situation und mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären: BOSCH REXROTH geht es wirtschaftlich blendend. Die Auftragsbücher sind voll. Es ist genug Arbeit da. Und es besteht nach wie vor Bedarf an Personal. Gleichzeitig bangen 53 Kolleginnen und Kollegen um ihre Existenz. Ihre befristeten Arbeitsverträge laufen im Herbst aus. Die Geschäftsleitung hat noch keine Entscheidung gefällt und lässt die Betroffenen und ihre Familien in der Luft hängen. Sie wissen nicht, wie es ab Herbst weiter gehen soll.
Die Position des Betriebsrates ist klar: Er fordert die Übernahme aller betroffenen Beschäftigten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Und er macht Druck: Jetzt wurde mit einem offenen Brief an den Personalvorstand die Forderung des Betriebsrates nochmals verdeutlicht.
Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes
| 2008-07-28
Neue Perspektiven durch praxisnahes Abendstudium - Am 22. Oktober beginnt wieder ein neuer Studiengang zum Betriebswirt/in Personal- und Sozialwesen
Nicht nur Unternehmen brauchen mehr denn je qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte – auch Betriebsräte/innen und Gewerkschaftssekretäre/innen brauchen heutzutage fundierte Betriebswirtschafts- und Rechtskenntnisse, um ihre tägliche Arbeit erfolgreich meistern zu können.
Ein Abendstudium an der Akademie für Arbeit und Sozialwesen (AfAS) ist hier genau das richtige.
Zukünftig wird ein Studium an der Akademie für Studierende noch interessanter. Ab dem kommenden Wintersemester nämlich kann mit dem renommierten VWA-Diplom
Betriebswirt/Betriebswirtin Personal- und Sozialwesen (VWA)
ein bundesweit anerkannter Fortbildungsabschluss erworben werden.
Weitergehende Informationen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Akademie, Tel.: 0681/ 4005-456 (Roman Lutz) bzw. –458 (Astrid Baltes), E-Mail: astrid.baltes@arbeitskammer.de oder www.afas-saarland.de
Anne Frank Ausstellung - eine Geschichte für heute - in Homburg
| 2008-05-23
...ist die deutschsprachige Version der internationalen Wanderausstellung des Anne Frank Hauses, Amsterdam.
Die Lebensgeschichte Anne Franks wird aus der Perspektive der Familie Frank erzählt. Die Ausstellung regt dazu an, sich in verschiedener Weise mit der Bedeutung von Toleranz, Menschenrechten und Demokratie auseinander zu setzen. Weltweit wurde diese Ausstellung bereits von mehreren Millionen Menschen in 32 Ländern besucht. Sie wird drei Wochen im Homburger Forum gezeigt und von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Rahmenprogramm + Sonderöffnungszeiten bitte der Tagespresse entnehmen.
Anmeldungen für Gruppenführungen werden ab 1. April unter 06897/7908103 (Landeszentrale für politische Bildung) entgegen genommen.
Parlamentarischer Trakt des Rathauses 66424 Homburg, Am Forum 5
Die Zeichen an der Saar stehen auf Sturm
| 2008-04-24
Stahl-Tarifgespräche ergebnislos abgebrochen
Saarbrücken. Nach zehn Stunden wurden die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Beschäftigten an der Saar und bei Buderus Edelstahl in Wetzlar sowie bei den Badischen Stahlwerken ergebnislos abgebrochen. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Obwohl das Verhandlungsergebnis in allen Eckpunkten bereits vorlag, forderten die Arbeitgeber unmittelbar vor Unterzeichnung eine zusätzliche Klausel. (...)
Von links nach rechts: Ralf Reinstädtler, Lieselotte Ringling, Werner Cappel
Die IG Metall Homburg-Saarpfalz feiert ein nicht alltägliches Jubiläum. Lieselotte Ringling ist seit 40 Jahren für die örtliche Verwaltungsstelle tätig.
1968 – eine bewegende Zeit und eine Ära des gesellschaftlichen Aufbruchs, die eine ganze Generation prägte. Sie haben auch den Lebensweg von Lieselotte Ringling beeinflusst.
Seit diesem Jahr ist sie „ihrer IG Metall“ als Verwaltungsangestellte treu geblieben. Mit einer Feierstunde im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel, gleichzeitig ihrem Heimatort, ehrten und dankten Verwaltungsstelle und Ortsvorstand der IG Metall Lieselotte Ringling für ihren unermüdlichen Einsatz für die hiesigen Metallerinnen und Metaller.
„Sei keine Duckmaus – diese Parole aus jenen 68er-Zeiten, ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen. Immer loyal gegenüber der Gewerkschaft, ihren Kolleginnen und Kollegen, aber eben auch mit einem selbstbewußten eigenen Kopf ist Lieselotte Ringling zu einem Urgestein der IG Metall Homburg-Saarpfalz geworden“, mit diesen Worten bedankte sich Werner Cappel für die 40 Jahre, in denen Lieselotte Ringling sich voll und ganz für die IG Metall und die Interessen der Gewerkschaftsmitglieder eingesetzt hat.
Vertrauensleutewahlen vom 1. März bis 31. Mai 2008
„Die Vertrauensleute sind unser starkes Rückgrat in den Betrieben. Ohne sie läuft nichts“, betonte Werner Cappel in seiner Rede auf der konstituierenden Delegiertenversammlung. Jetzt stehen wieder die Vertrauensleutewahlen an. Gewählt wird in den Betrieben. Wahlberechtigt sind die Mitglieder der IG Metall. Gemeinsam mit den in der IG Metall organisierten Mitgliedern des Betriebsrats, der Jugend- und Auszubildendenvertretung und der Schwerbehindertenvertretung bilden sie den Vertrauenskörper. Er ist nah dran an den Problemen. Und er ist auch kompetent sie tatkräftig anzugehen. Die Vertrauensleute sind die Interessenvertretung der Beschäftigten und sie tragen wesentlich dazu bei, dass die IG Metall im Betrieb als offen, lebendig, engagiert und vor Allem als durchsetzungsfähig erlebt und wahrgenommen wird. Darauf kommt’s an!
Vier erfolgreiche Jahre!
| 2008-02-11
Konstituierende Delegiertenversammlung
Erfolg und Einfluss durch Stärke – so präsentierte die IG Metall Homburg-Saarpfalz ihr Resümee für die Jahre 2004 bis 2007. Durchschnittlich 70 % der Beschäftigten in den großen Unternehmen sind in der IG Metall organisiert. 86 % aller Betriebsräte im Bereich der Verwaltungsstelle gehören der IG Metall an.
Am Sonntag, dem 10. Februar, fand im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel die konstituierende Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Homburg-Saarpfalz statt. Die konstituierende Delegiertenversammlung ist das höchste Beschlussfassende Organ einer Verwaltungsstelle der IG Metall – sozusagen das Regionalparlament der Metallerinnen und Metaller.
„Die IG Metall Homburg-Saarpfalz ist mit 15.600 Mitgliedern gut aufgestellt. Sie ist eine durchsetzungsfähige Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben. Und sie ist dadurch auch eine ernstzunehmende gesellschaftspolitische Kraft in der Region. An uns kommt keiner vorbei“, so Werner Cappel, der wiedergewählte 1. Bevollmächtige in seiner Rede an die Delegierten. Wie Werner Cappel wurde auch Ralf Reinstädtler, dem 2. Bevollmächtigten, von der Delegiertenversammlung das Vertrauen ausgesprochen. Beide wurden mit großer Mehrheit für die nächsten vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt.
Bezirksleiter zur positiven Mitgliederentwicklung im Bezirk
Metallerinnen und Metaller haben erfolgreich die Werbetrommel für ihre Gewerkschaft gerührt. Sie haben die auf der Bezirkskonferenz 2006 zum Programm erhobene Trendwende bei den Mitgliedern in den Betrieben geschafft: Über 2000 mehr ist die Schlussbilanz 2007. "Mit diesem Ergebnis zählen wir zu den erfolgreichsten Gewerkschaftsgliederungen Deutschlands", freut sich Bezirksleiter Armin Schild auch darüber, dass die IG Metall eine solch positive Bilanz für 16 der 27 Verwaltungsstellen und drei der vier Bundesländer verzeichnen kann und dass auch Thüringen dazu gehört. Besonders erfreulich sei, dass die Trendwende auch bei Auszubildenden und jugendlichen Mitgliedern insgesamt erreicht worden ist.
Organisationswahlen 2008
| 2007-12-11
Neuwahlen des Parlamentes - aktuelle Termine
Nach dem Gewerkschaftstag werden in allen 171 IG Metall Verwaltungsstellen die Mitglieder der Delegiertenver-sammlungen neu gewählt. Die Delegierten werden im Januar in Mitgliederversammlungen direkt von den IG Metall Mitgliedern gewählt. Hierzu wurden Wahlbezirke nach Be-trieben und nicht in Betrieben beschäftigen Mitgliedern, gebildet. Die Delegiertenversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der IG Metall auf örtlicher Ebene. Durch sie wird Mitbestimmung und Mitverantwortung praktiziert. Sie ist unser Parlament im Saarpfalzkreis und der Westpfalz. Im Rahmen der konstituierenden Delegiertenversammlung am 10. Februar 2008 wird unter anderem der 15-köpfige Ortsvorstand gewählt. Er setzt sich aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern und den 2 Bevollmächtigten der IG Metall Homburg-Saarpfalz zusammen. Die beiden bisherigen Bevollmächtigten, Werner Cappel und Ralf Reinstädtler, stellen sich dort zur Wiederwahl. Weitere Aufgaben der vierteljährlich tagenden Delegiertenversammlung sind, die Entscheidung über alle örtlichen Gewerkschaftsangelegenheiten der Verwaltungsstelle, die Erörterung der Mitgliederentwicklung, Betriebspolitik, Wahl der Tarifkommissions-mitglieder und gegebenenfalls die Beschlussfassung über entsprechende Aktivitäten und Maßnahmen.
Die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen haben am 9. Mai in Rüsselsheim die jeweiligen Verhandlungsergebnisse angenommen.
Von den rund 200 Mitgliedern der Tarifkommissionen votierten lediglich zwei gegen die Annahme. Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild bewertete das Ergebnis als einen ''sehr guten Kompromiss''.
Sindelfinger Ergebnis für die Mittelgruppe übernommen
IG Metall und Metall-Arbeitgeber der Mittelgruppe haben heute im hessischen Mörfelden-Walldorf als erste regionale Tarifparteien die Übertragung des am 4. Mai in Sindelfingen für Baden-Württemberg erzielten Tarifergebnisses vereinbart.
Das Ergebnis sei eins zu eins für die rund 410.000 Metall-Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland übernommen worden, sagte IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild.
''Die Beschäftigten haben mit ihrer hervorragenden Warnstreikbeteiligung aus einem mickrigen Angebot einen ansehnlichen Abschluss gemacht'', sagte Schild. Er unterstrich den Anteil, den die Aktionen der Metallerinnen und Metaller an dem Ergebnis haben: ''Die waren Helden der Tarifpolitik und des sozialen Friedens in diesem Land sind die Arbeitnehmer, die Jahr für Jahr mit ihrem Engagement solche Abschlüsse ermöglichen.'' Mehr als 60.000 Warnstreikende an faktisch nur drei Warnstreik-Tagen im Bezirk Frankfurt seien eine Rekordzahl, die Eindruck und vor allem wirksamen Druck auf die Arbeitgeber gemacht hätten. ''Dieses Tarifergebnis ist ein kräftiges Plus durch kräftigen Druck'', sagte der Bezirksleiter.
Gut gerüstet für die Tarifbewegung - Organisationsgrad weiterhin stabil
| 2007-03-27
Bertin Eichler besucht die Delegiertenversammlung der Vst. Homburg-Saarpfalz
Sowohl Werner Cappel als auch Bertin Eichler machten im Rahmen der 10. Delegiertenversammlung der IG Metall Homburg-Saarpfalz eine Bewertung der politischen und tarifpolitischen Rahmenbedingungen. Beide konnten für die Homburg-Saarpfälzer Metall ein positives Resümee ziehen. "Wir sind gut aufgestellt für die Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie":war der einhellige Tenor.
Am gestrigen Mittwoch hat ein Bündnis aus Schülerinnen und Schülern, jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, Lehrern und anderen Organisationen in der Zweibrücker Innenstadt einen Aktionstag gegen Rechts organisiert. Das erst kürzlich gegründete Bündnis machte mit einer überdimensionalen Unterschriftenliste auf ihr Anliegen aufmerksam. Auf einer 40 Meter langen Stoffbahn konnten alle Beteiligten und Passanten ihre Meinung zum Thema festhalten. Trotz teilweise wiedrigen Wetterverhältnissen waren die Veranstalter erfreut über den regen Zuspruch. Weitere Aktivitäten sind in der Plaung und Bilder vom gestrigen Aktiostag finden sich im Bilderarchiv .
Nach dem DGB-Aktionstag am 21. Oktober, nach Diskussionen mit, Anfragen bei oder Betriebsbesuchen von Bundestagsabgeordneten, verstärken Metallerinnen und Metaller den Druck auf die Politik. Mit betrieblichen Aktionen wehren sie sich vor allem gegen die Rente mit 67. Sie setzen sich für einen flexiblen Altersausstieg ein. Den Auftakt haben in unserem Bezirk und bundesweit 7000 bis 8000 Metallerinnen und Metaller aus der Verwaltungsstelle Völklingen am 16. Januar in Saarlouis und in Dillingen gemacht - siehe oben.
Zurzeit beginnt in vielen Betrieben die Ausbildung 2006. Die jungen Kolleginnen und Kollegen starten in eine "andere Welt".
Sie sind nun keine Schüler mehr. Ab jetzt stehen sie im Berufsleben. Aus dem Stundenplan werden Ar-beitszeiten. Der Schuldirektor heißt jetzt Chef und ist ein Unternehmer. Ausbilder ersetzen die Lehrer. Diese und viele andere Aspekte verändern die jungen Menschen. Es wird ihr weiteres Leben prägen.
Auf der 56. ordentlichen Bezirkskonferenz am 11. Mai in Saarbrücken haben die Delegierten das Ziel einer positiven Mitglieder- und Beitragsentwicklung ins Zentrum der bezirklichen Arbeit der nächsten zwei Jahre gerückt. In einer mit "Trendwende 2007" überschriebenen Aktualisierung des auf der letzten Bezirks- konferenz beschlosse- nen Arbeitsprogramms heißt es: Der Bezirk habe mit der Kampagne "100 Tage - 100 Menschen" den Beweis erbracht, dass die Trendwende bis Ende 2007 möglich sei. "Wir verzeichnen in den letzten 100 Tagen im Bezirk 4539 Neuauf- nahmen, das sind 18,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjah- reszeitraum", sieht Bezirksleiter Armin Schild eine gute Basis für das Erreichen der Zielvorgabe gelegt.
Die diesjährige Tarifbewegung hat die IG Metall erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis kann sich sehenlassen.
Die Entschlossenheit zu Warnstreiks und die gute Zusammenarbeit mit unseren Betriebsräten und Vertrauensleuten hat dazu beigetragen, dass dieses Ergebnis erzielt werden konnte. Als kleines Dankeschön hatte die IG Metall Homburg-Saarpfalz am Sonntag, 7. Mai 2006 zu einem gemeinsamen Grillfest am Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel eingeladen.
Der Tarifabschluss für die Metall- und Elektro- industrie kommt bei den Beschäftigten gut an. Das berichteten betriebliche Vertreter am 26. April auf der Sitzung der Tarifkommissionen. Diese Stimmung und in der Tarifbewegung getanktes Selbstbewusstsein gilt es jetzt für den Gewinn neuer Mitglieder zu nutzen. In einem Flugblatt geben wir hierzu ein paar Tipps. Außerdem enthält es einen Bericht über die Sitzung der Tarifkommissionen und über deren Zustimmung zu dem Abschluss. Sowie Erläuterungen zu den einzelnen Elementen des Abschlusses und Hinweise für die betriebliche Umsetzung.
Die Tarifrunde 2006 für die Metall- und Elektroindustrie ist abgeschlossen. Die Tarifkommissionen der IG Metall für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und für Thüringen haben am 26. April in Rüsselsheim den zuvor für ihre Tarifgebiete erzielten Abschlüssen zugestimmt. Bezirksleiter Armin Schild hat die Arbeitgeber aufgefordert, fair mit dem variablen Einmalbetrag umzugehen.
Der zum Jahresende auslaufende Tarifvertrag Beschäftigungssicherung für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gilt in 2006 unverändert weiter. Darauf haben sich IG Metall und die Arbeitgeber der Mittelgruppe am 8. Dezember in Darmstadt verständigt. Der Vertrag ermöglicht es den Betriebsparteien, die Arbeitszeit vorübergehend und ohne Lohnausgleich für die Sicherung der Beschäftigung zu senken. Außerdem schreibt er vor, dass Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss für mindestens 12 Monate übernommen werden.
Tarifeinigung bei Stahl an der Saar
| 2005-09-01
7 mal 100 Euro, dann 3,5 Prozent mehr
Stahlbeschäftigte an der Saar, der Buderus Edelstahl in Wetzlar und der Badischen Stahlwerke in Kehl erhalten seit Juli bis Januar 2006 pauschal 100 Euro je Monat. Danach steigen Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,5 Prozent für zehn Monate. Das haben IG Metall und Saarhütten-Verband vereinbart.
Das Vorhaben der schwarz-roten Bundesregierung, das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre anzuheben, stößt auf breite Ablehnung. Die Gegenwehr nimmt auch bei Metallerinnen und Metallern in unserem Bezirk zu. Bei Opel in Rüsselsheim läuft eine Protestaktion mit Postkarten für das Bundeskanzleramt. Der Koblenzer Bevollmächtigte Reiner Göbel hat im Namen der Mitglieder einen Protestbrief an Kanzlerin, Vizekanzler und die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen im Bundestag geschrieben.
Nach den Großdemos gegen unsoziale Politik und für faire Reformen am 21. Oktober geht's jetzt vor Ort weiter: Metallerinnen und Metaller machen vor allem gegen die geplante Rente mit 67 mobil (wie auf unserem Foto bei einer Unterschriften-Aktion in Koblenz). Sie fordern Bundestagsabge- ordnete zu Diskussionen, Stellungnahmen, Betriebsbesuchen und sogar zur Arbeit an Werkbänken oder Fließbändern auf. Die Vertreterinnen und Vertreter des Volkes sollen wissen: Menschen schaffen es in vielen Bereichen nicht mal bis 65; die Rente mit 67 ist für die Betroffenen ein Rentenkürzungsprogramm; in Betrieben, in denen Menschen zwangsweise bis 67 arbeiten, bleiben junge Menschen außen vor. Deshalb kämpfen Jung und Alt Hand in Hand gegen die Rente mit 67.
Kurzarbeit und Kreditklemme lösen Krisenspirale nach unten aus
Lahnstein. Kurzarbeit und Kreditklemme sind in vielen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zur Regel geworden. Fast 60 Prozent aller Betriebe sind in Kurzarbeit. 71 Prozent der Betriebsräte geben an, dass in den Betrieben Investitionen gekürzt wurden. 22 Prozent berichten sogar von drastischen Fällen. Diese Zahlen wurden auf der Bezirkskonferenz des IG Metall Bezirks Frankfurt den rund 250 Delegierten und Teilnehmern im neusten Krisenbarometer des Bezirks vorgestellt. „Die Belegschaften geraten zunehmend in einen Schraubstock", sagte Bezirksleiter Armin Schild am Dienstag in Lahnstein.