Arbeitnehmerinteressen besser geschützt - Erfolgreiche Betriebsratsgründung bei UniPlast
PRESSEMITTEILUNG / 24.05.2011
Beim Fenster- und Türenbauer UniPlast Bauteile GmbH in Maßweiler fand am 20. Mai 2011 erstmalig in der Firmengeschichte eine Betriebsratswahl statt. In dem von der IG Metall Homburg-Saarpfalz begleiteten Gründungsprozess wurde ein Gremium von fünf Betriebsräten gewählt. Von 87 wahlberechtigten Beschäftigten gaben 83 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Stimme ab.
„Die sehr hohe Wahlbeteiligung zeigt uns, wie wichtig den Kolleginnen und Kollegen bei UniPlast diese Betriebsratswahl ist“, so der zum Betriebsratsvorsitzenden gewählte Norbert Buchheit aus Zweibrücken. „Wir werden uns nun im Betriebsratsgremium zusammensetzen, um Prioritäten unserer Interessensvertreterarbeit festzulegen. Unsere Ideen zu den einzelnen Handlungsfeldern werden wir dann mit der Geschäftsleitung besprechen.“ Zur stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden wurde Helen Jung aus Pirmasens gewählt. Ebenso aus Pirmasens sind die Betriebsratsmitglieder Kamiran Elmas und Viktor Schneider. Komplettiert wird der Betriebsrat durch Peter Becker aus Münchweiler an der Rodalb.
Die Gründung des Betriebsrats war möglich geworden, nachdem sich Beschäftige an die IG Metall in Homburg gewandt hatten. „Die IG Metall unterstützt jederzeit die Gründung von Betriebsräten global und in der Region. Wir freuen uns mit den Kolleginnen und Kollegen bei UniPlast, dass diese nun einen Betriebsrat haben“, meinte Werner Cappel, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Homburg.
Begleitet wurde die Betriebsratsgründung vom Projektsekretär der IG Metall, Michael Knopp. „Ein Hauptaufgabengebiet meiner Arbeit ist es, Beschäftigte in betriebratslosen Betrieben zu beraten, zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen die Wahl eines Betriebsrates zu ermöglichen. Bei der Firma UniPlast war die Geschäftsführung sehr kooperativ und aufgeschlossen gegenüber der Betriebsratsgründung. So wurde unter anderem eine Mitarbeiterversammlung abgehalten, in der die Geschäftsführer ganz deutlich erklärt haben, dass sie keine Behinderung der Betriebsratswahl dulden werden. Das finde ich sehr gut. Leider verhält sich nicht jede Geschäftsführung im Prozess der Betriebsratswahl so positiv. Es gibt immer noch zu viele Vorbehalte bei Betriebsratsbildungen in Betrieben, die diese gesetzlich verankerte Interessensvertretung noch nicht haben. Teilweise bekämpfen Geschäftsleitungen die Bildung eines Betriebsrats massiv. Eigentlich unverständlich, denn es ist belegt, dass in Betrieben mit einem Betriebsrat die Arbeitsplätze sicherer sind, mehr Gerechtigkeit herrscht, die Beschäftigten mehr Mitsprache haben und die Entgelte höher sind als in betriebsratslosen Betrieben. Genau diese Chancen haben die Beschäftigten bei UniPlast nun auch. Wir werden den Betriebsrat hier unterstützen und ihnen dieselbe solidarische Kraft anbieten, wie es in der Region unter anderem beim Autohaus Reinhard GmbH, Arnold und Co. GmbH in Pirmasens und bei Röchling Hydroma GmbH in Ruppertsweiler angenommen und gelebt wird.“
Die Firma UniPlast stellt Premiumprodukte aus Kunststoff her, die Einzelteile werden unter anderem vom Schüco geliefert.




